Neuzugang startet mit Heimpleite

Die Eispiraten Crimmitschau haben sich beim 1:4 am Freitagabend gegen Kassel ohne Ideen und ohne Emotionen präsentiert. Auch Mitch Wahl konnte bei seinem Debüt noch nicht überzeugen.

Crimmitschau.

Die Eispiraten Crimmitschau haben ihre Offensive mit Mitch Wahl verstärkt. Der 29-jährige Deutsch-Amerikaner wird vom DEL-Kooperationspartner aus Bremerhaven ausgeliehen. Bei seinem Debüt am Freitagabend konnte Mitch Wahl aber nur wenig Akzente setzen. Der Neuzugang, der gegen Kassel zwischen Adrian Grygiel und Alex Wideman stürmte, vergab in der 2. und 55. Minute jeweils aus guter Position.

Mitch Wahl und seine neuen Teamkollegen zeigten gegen die Kassel Huskies eine schwache Leistung - mit wenig Ideen und noch weniger Emotionen. Crimmitschau kassierte fast folgerichtig eine 1:4 (0:2, 1:1, 0:1)-Niederlage. "Man hat in Ansätzen die Qualität, die Mitch Wahl mitbringt gesehen. Er wird sich noch steigern", sagte Trainer Daniel Naud. Die Eispiraten-Verantwortlichen hatten die Verpflichtung am Freitag um 15.30 Uhr vermeldet. Schon viereinhalb Stunden später stand der Angreifer auf dem Eis - mit einem Trikot, auf dem sich sein Name und die Wunsch-Nummer 79 befindet. Wie funktioniert das? Naud: "Die Frage muss Mannschaftsleiter Klaus Schietzold gestellt werden. Er kann zaubern."

Auf dem Eis zeigten die Eispiraten-Cracks dagegen keine Zaubertricks. Im Gegenteil: Die Hausherren verschliefen die Anfangsphase. Sie kassierten bereits nach 37 Sekunden den ersten Gegentreffer. Torhüter Michael Bitzer hielt die Scheibe nach einem Schuss von Derek Dinger nicht fest. Justin Kirsch staubte aus Nahdistanz ab. In der vierten Minute zappelte der Puck zum zweiten Mal im Eispiraten-Netz. Nach einem schnellen Spielzug verwandelte Alexander Karachun. Crimmitschau konnte seine Chancen dagegen nicht verwerten: Mitch Wahl schoss nach Zuspiel von Alex Wideman am rechten Pfosten vorbei. Ein Versuch von Dominic Walsh landete in der Fanghand von Gerald Kuhn. "Wir sind schlecht gestartet. Nach dem schnellen 0:2-Rückstand war es extrem schwer", sagte Daniel Naud.

Das zweite Drittel begann mit Eishockey-Magerkost - auf beiden Seiten. Crimmitschau konnte mit dem ersten gefährlichen Angriff im Mittelabschnitt zum 1:2 verkürzen (31.). Marius Demmler ließ die Scheibe an der blauen Linie liegen. Patrick Pohl verwandelte mit einem Flachschuss. Kassel antwortete auf der Gegenseite mit dem dritten Treffer (38.) durch Spencer Humphries. Dagegen konnten Adrian Grygiel (37.) und Christoph Körner (38.) ihre Chancen nicht verwerten.

Das erhoffte Aufbäumen der Eispiraten, die mit vier Sturmreihen agieren konnten, blieb im letzten Drittel aus. Für die einzigen gefährlichen Aktionen sorgte Lukas Vantuch. Der Tscheche scheiterte zweimal an Torhüter Gerald Kuhn (50., 54.) und verfehlte im Powerplay das Ziel (57.). Als die Gastgeber alles auf eine Karte setzten und ihren Keeper vom Eis nahmen, traf Spencer Humphries mit einem Schuss in den leeren Kasten zum Endstand (59.).

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