Obere Tabellenhälfte ist das Ziel

In der Fußball-Landesklasse beginnt die Rückrunde. Der Meeraner SV und Fortschritt Lichtenstein sind gut dabei.

Meerane/Lichtenstein.

Am Wochenende werden die Punktspiele in der Fußball-Landesklasse West fortgesetzt. 16 Mannschaften nehmen die 15 Partien der Rückrunde in Angriff. Die beiden Regionalvertreter Meeraner SV und SSV Fortschritt Lichtenstein haben eine solide Hinrunde gespielt und können zuversichtlich in die zweite Saisonhälfte gehen. Meeraner SV: Als Aufsteiger hatte Trainer Julius Michel den Kampf gegen den Abstieg ausgegeben. Von den Abstiegsrängen ist seine Mannschaft nach den 15 Spieltagen der Hinrunde weit entfernt. Der MSV ist Tabellensiebenter und hat 24 Punkte geholt. Selbst wenn der Extremfall eintreten würde und fünf Mannschaften den Gang nach unten antreten müssten, hätten die Meeraner aktuell mit dem Abstieg nichts zu tun. "Für mich ist diese Liga Neuland. Ich war mir dennoch sicher, dass wir eine Überraschungsmannschaft werden können", sagt Michel.

Das hat sich bisher bestätigt. Dabei konnten die Meeraner kaum ein Spiel in Bestbesetzung antreten. Die "Krönung" waren die zehn Spielerausfälle gegen Treuen. "Dass wir dennoch so gut dastehen, spricht für den Gesamtverein. Die Aktiven aus der zweiten Mannschaft und von den A-Junioren waren mehr als Ersatz", lobt Michel die Spieler, die immer wieder Lücken schließen mussten.

Nun wird Michel auch konkreter, was das Saisonziel betrifft. "Der Blick ist nach oben gerichtet, und nicht mehr auf die Abstiegsränge. Platz fünf ist durchaus realistisch", lautet seine Vorgabe. "Dafür müssen wir uns jedoch weiter verbessern. In der Offensive mangelte es noch an der Chancenerarbeitung und -verwertung", fügt der Trainer an. Mit der Abwehr ist Julius Michel zufrieden. Der MSV hat die drittbeste Defensive der Liga.

Nicht mehr im Kader steht Björn Trinks. Er hat sich für einen Wechsel zum Regionalligisten VfB Auerbach entschieden. SSV Fortschritt Lichtenstein: Bei der SSV Fortschritt ist die Vorbereitung alles andere als planmäßig verlaufen. "Es war schon eine ziemliche Katastrophe", sagt Trainer Mirko Ullmann mit Blick auf Wetter, Platzbedingungen und dadurch ausgefallene Spiele.

Zuletzt konnten dann mehrere Partien kurz nacheinander ausgetragen werden. Am vergangenen Samstag gewann Lichtenstein mit 4:2 bei Blau-Gelb Mülsen. Zuvor gab es eine 3:5-Niederlage bei der U 19 des FSV Zwickau und ein 2:2 beim SV Mülsen St. Niclas. "Mir hat nicht gefallen, wie die Mannschaft defensiv gearbeitet hat", sagt Ullmann über die Testspiele. Zwar stand nicht die komplette Mannschaft zur Verfügung und A-Junioren sowie Spieler der Reserve halfen aus, doch mehr Biss und Leidenschaft hatte der Trainer dennoch erwartet. Ansonsten droht die Mannschaft wieder in alte Verhaltensweisen zurückzufallen, was unweigerlich zu vermeidbaren Gegentoren und Niederlagen in den Punktspielen führen wird.

Im ersten Punktspiel am Sonntag gegen den Zweiten Fortuna Chemnitz (34 Punkte) sind die Lichtensteiner als Vierter (30) aber voraussichtlich personell besser aufgestellt. Fehlen wird allerdings definitiv Außenbahnspieler Kevin Pal Petrovics, der den Verein verlassen hat. Neuverpflichtungen gab es bei Lichtenstein in der Winterpause nicht. Nach der starken Vorrunde will Ullmann mit seinem Team so schnell wie möglich die 40 Punkte für den Klassenerhalt voll machen und dann sehen, was möglich ist. "Wir haben zum Auftakt fünf schwere Spiele, aber bei der Mannschaft wird Selbstvertrauen da sein", betont Ullmann. Wenn der Rückrundenstart gelingt, sollte das Ziel obere Tabellenhälfte auf jeden Fall realisierbar sein.

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