Ortmannsdorf packt Wiederaufstieg

Die Volleyballerinnen des SV 1861 kehren nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Schöneck in die Bezirksliga zurück. Der Staffelsieg hatte mit Nervenstärke und Schützenhilfe zu tun.

Ortmannsdorf.

Die 0:3-Niederlage im letzten Saisonspiel am Samstag bei den Volleys Zwickauer Land war für die Frauen des SV Ortmannsdorf nicht mehr als ein kleiner Schönheitsfehler. Schließlich hatte die Mannschaft schon in der Woche zuvor den lange führenden VfB Schöneck abgefangen und den Staffelsieg in der Bezirksklasse West perfekt gemacht. Damit war das Saisonziel Wiederaufstieg vorzeitig erfüllt.

Trainer Christian Spiegler freut sich über diesen Erfolg gleich doppelt. Zum einen war der Abstieg vor zwölf Monaten ein besonders bitterer, da nur ein Punkt zum Klassenerhalt gefehlt hatte und der Siebente auch nur aufgrund der Tabellenkonstellation in den höheren Ligen absteigen musste. Zum anderen hatte es die Konkurrenz in der gerade zu Ende gegangenen Saison richtig in sich. "Wir hatten mit Schwarzenberg den zweiten Absteiger vom Vorjahr mit in der Staffel. Dazu kam mit Schöneck eine Mannschaft, die in den vergangenen Jahren schon mehrfach vergeblich den Aufstieg in Angriff genommen hatte", sagt der Ortmannsdorfer Trainer. Diese drei Teams machten letztlich auch die ersten drei Plätze unter sich aus.

Dass der Staffelsieg dabei an die Ortmannsdorferinnen ging, hatte mehrere Gründe. So schaffte es die Mannschaft, sowohl das Hin- als auch das Rückspiel gegen den direkten Kontrahenten aus dem Vogtland für sich zu entscheiden. Dazu kamen Patzer der Konkurrenz, die beispielsweise beide ihre Spiele beim Jacober VV verloren. Die Mannschaft von Christoph Spiegler und Co-Trainer Sascha Claus dagegen ging nur zweimal als Verlierer vom Feld. In der Hinrunde beim Spiel in Schwarzenberg, wo sie einfach einen schlechten Tag erwischte und schließlich zum Saisonausklang in Zwickau. Auch das Spiel hätte der Trainer gerne gewonnen. "Aber wir haben uns schon im Hinspiel gegen Zwickau schwer getan", sagt er.

14 Siege in 16 Spielen können sich aber auch sehen lassen. Dabei klingt das Erfolgsrezept verblüffend einfach. "Wir haben die Punkte besser gemacht, die uns in der vergangenen Saison Probleme bereitet haben", sagt der Ortmannsdorfer Trainer. Er meint damit vor allem die Konsequenz, aus den vermeintlich leichten Bällen im Spiel auch zählbar Kapital zu schlagen. Er hofft, das auch in der Bezirksliga beizubehalten, um diesmal drinzubleiben.

Als nächstes steht erst einmal die Meisterfeier an. Bei der könnte sich auch die zweite Mannschaft einklinken. Die ist als Spielgemeinschaft mit Glauchau-Niederlungwitz in die Bezirksklasse aufgestiegen.

Das Team SV Ortmannsdorf: Sarah Bräutigam, Katrin Ciliox, Monique Großmann, Britta Herbst, Judith Höfer, Esther Klötzer, Marianne Krupka, Sabine Löschel, Beatrice Meier, Emely Neubauer, Corina Prinz, Ellen Rudolph, Annemarie Schultz, Katja Seidel, Tina Stark, Diana Pecher.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

    Lesen Sie auch
    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...