Paar verstärkt den Zwickauer Handball

Simona Stojkovska gehört zu den vier Neuzugängen im Zweitliga-Team der Frauen. Ihr Ehemann geht mit den Männern in der Sachsenliga auf Torejagd. Beide legten einen vielversprechenden Start hin.

Zwickau.

Nach dem erfolgreichen Heim-Debüt von Simona Stojkovska im Trikot des BSV Sachsen Zwickau gehörte ihr Mann zu den ersten Gratulanten. Dass Borjan Madzovski nach dem 27:20 gegen Leipzig so schnell auf dem Parkett der Sporthalle Neuplanitz stand, war kein Zufall. Er kam direkt aus der Kabine, da die Männer des ZHC Grubenlampe im Anschluss an das Zweitliga-Derby der Frauen ihr Sachsenliga-Heimspiel gegen den HSV Dresden bestritten. Da auch das mit einem Erfolg (31:24) für die Gastgeber endete, konnte sich Simona Stojkovska ganz schnell für die Glückwünsche revanchieren.

Mit neun beziehungsweise acht Toren in den ersten beiden Punktspielen hat das Handballer-Pärchen aus Mazedonien angedeutet: Die 1,80 Meter große 25-Jährige und der gleichaltrige 1,96-Meter-Recke können für den Zwickauer Handball im wahrsten Sinne des Wortes eine große Verstärkung werden. BSV-Trainer Norman Rentsch war sich bei der Verpflichtung der Rückraumspielerin, die vorige Saison beim Erstligisten Neckarsulm unter Vertrag stand, von Beginn an sicher: "Simona passt menschlich sehr gut in die Mannschaft. Sie kann uns mit ihren Würfen aus dem Rückraum genauso helfen wie im Innenblock als Stütze in der Abwehr", sagt er.

Der Trainer bescheinigt der einstigen Junioren-Auswahlspielerin eine gute Entwicklung: "Wir haben zu Saisonbeginn vor allem an ihrer Athletik gearbeitet und sind jetzt im zweiten Schritt dabei, ihre Torgefahr zu erhöhen." Simona Stojkovska verbindet das Handballspielen in Zwickau mit einem Halbtags-Job und ist beim BSV schnell angekommen. "Ich habe mich bei meinen ersten Trainingseinheiten gleich sehr wohlgefühlt und bin überzeugt, dass wir zusammen eine erfolgreiche Saison spielen werden."

Dass von ihrem Wechsel nach Zwickau auch der ZHC Grubenlampe profitieren würde, zeichnete sich dann im Laufe der Sommerpause ab. Denn nachdem sich Simona Stojkovska und Borjan Madzovski in ihrer Heimat das Jawort gegeben hatten, entschlossen sich die beiden, gemeinsam nach Westsachsen zu gehen. Da lag es nahe, dass der einstige Erstliga-Spieler vom RK Pelister, der mit Metalurg Skopje sogar Champions-League-Luft schnupperte, beim Männer-Verein der Stadt landete. Er ist beim Oberliga-Absteiger einer von fünf Neuzugängen, die dabei helfen sollen, in der Sachsenliga an der Spitze mitzumischen.

Unterdessen fiebert Simona Stojkovska bereits dem 5. Oktober entgegen. An diesem Tag kommt es in der zweiten Runde des DHB-Pokals zu einem Wiedersehen mit ihrem bisherigen Verein Neckarsulm. Anpfiff ist 17 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz. Ihr Mann kann an dem Tag allerdings nur aus der Ferne die Daumen drücken. Denn der ZHC spielt an dem Tag auswärts ...


Auswärts auf dem Prüfstand

Der BSV Sachsen Zwickau ist am 3. Spieltag der 2. Bundesliga der Frauen am Samstag, 19.30 Uhr bei der SG H2Ku Herrenberg zu Gast. In den vergangenen zehn Duellen mit dem Tabellenachten von 2018/19 gab es für Zwickau nur zwei Siege. In der Vorsaison gingen das Auswärtsspiel 22:30 und das Heimspiel 23:25 verloren. Da sich die Mannschaft mit Spielerinnen des Ex-Bundesligisten TV Nellingen verstärkt hat, erwartet den BSV auch diesmal eine schwere Aufgabe. Doch Bangemachen gilt für Trainer Norman Rentsch nicht: "Wir müssen an die sehr gute Abwehrarbeit vom Heimspiel gegen Leipzig anknüpfen und konzentriert die Ideen unseres Matchplanes abrufen."

Der ZHC Grubenlampe ist im dritten Saisonspiel der Männer-Sachsenliga am Samstag, 19 Uhr beim Verbands-liga-Ost-Meister und Aufsteiger HSV Weinböhla zu Gast. Mit zwei Siegen im Rücken reisen die Zwickauer zuversichtlich zu den noch punktlosen Gastgebern. "Aber auch gegen den Neuling wird es wieder ein schweres Spiel werden", sagt der Zwickauer Trainer Silvio Schmidt. Der zuletzt für den HC Glauchau/Meerane spielende Lars Lindner ist zum ZHC zurückgekehrt. "Er ist ab sofort spielberechtigt und wird unseren zweiten Mannschaft aushelfen. Darüber freuen wir uns sehr", erklärt der Sportliche Leiter der Grubenlampe, André Keil. (tyg/rr)

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