Phillip Tonn bereitet sich auf neue Rennsaison vor

Drei Wochen hat sich der Nachwuchsmotorradfahrer aus Neukirchen mit Dirk Heidolf zum Training in Spanien aufgehalten.

Neukirchen/Cartagena.

Von wegen erholsame Feiertage! Asphalt und Gummi statt Tanne und Plätzchen - so fasste Phillip Tonn seine Ferien zusammen. Der Nachwuchsmotorradfahrer aus Neukirchen verbrachte drei Wochen mit seinem Trainer Dirk Heidolf auf spanischen Rennstrecken, um sich auf die kommende Rennsaison vorzubereiten.

Bei vielen Trainingsrunden auf der Kartbahn in Chiva zeigte er dabei erste Mentoren-Leistungen: "Mit dabei war ein Minibiker aus der Schweiz, Kimi Gundermann. Wir kennen uns noch aus dem ADAC- Mini-Bike-Cup. Ihm konnte ich ein bisschen unter die Arme greifen und ihm zeigen, wie er sich noch mehr verbessern kann." Dafür jagte auch Phillip Tonn mit Mini-Bike und Super-Moto über die Strecke. "Weihnachten mit Bescherung am Strand fühlt sich aber schon komisch an", blickt der 13-Jährige zurück.

Danach wechselte er auf die großen Strecken. Der Circuit Cartagena stand auf dem Programm, wo Tonn 2018 im Hawkers-Cup Erfolge feiern durfte. "Ziel war es, Erfahrungen auf einer Moto-3-Maschine zu sammeln. Ich habe eine Honda NSF 250. Die ist von der Leistung vergleichbar mit der KTM, die ich dieses Jahr fahren werde", bereitet er sich akribisch vor. Ab April wird er im Red Bull Rookies Cup im Rahmen der Moto-GP im internationalen Vergleich stehen. "Das wird eine ganz neue Leistungsklasse für mich, dort fahren keine Nasenbohrer." Um die Kraft einer Rennmaschine zu spüren, durfte er ein paar Runden mit der Honda CBR 600 von Toni Finsterbusch drehen. "Toni fährt in der IDM Superbike 1000 und begleitet mich schon ein paar Jahre. Sein Bike war der Wahnsinn", feierte er das Erlebnis mit einem Freudenschrei in der Box. Am Ende der Spanien-Reise traf beim Abendessen der deutsche Moto-GP-Fahrer Jonas Folger ein und erklärte sich nach einem kurzen Plausch zum Pit-Bike-Duell am nächsten Tag bereit. "Sowas passiert wahrscheinlich nur einmal im Leben, das werde ich nie vergessen. Ich hab Jonas Folger abgehängt!" strahlte er hinterher über den genutzten Trainingsvorsprung.

Nach einem kurzen Besuch zu Hause geht es am Donnerstag wieder in den Süden. Der Neukirchner bekommt die Chance, im Rennteam von Pina-Moto das zukünftige Motorrad auf Herz und Nieren zu testen. "Dort gibt es eine KTM RC 250, die ist mit dem Bike im Red Bull Rookies Cup fast identisch. Ich verspreche mir schon viel von dem Training. 52 PS sind für mich neu, bin gespannt, was ich da rausholen kann." Anfang April geht es zum ersten offiziellen Training der WM-Nachwuchsklasse nach Jerez. (amy)

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