Rallyefahrer freut sich auf 10.000 Kurven

Für Julius Tannert steht in Korsika beim zweiten Lauf der Junioren-WM einiges auf dem Spiel. Er sieht den Start jedoch optimistisch.

Lichtentanne.

Verwinkelte Bergpässe und schnelle Pisten entlang der Steilküste warten am Wochenende bei der Rallye Korsika auf die Piloten. Julius Tannert stand in dieser Woche die Vorfreude auf den zweiten Lauf der Junior-Weltmeisterschaft ins Gesicht geschrieben: "Diese Rallye ist ein echter Mythos. Die engen kurvigen Bergstraßen sind einzigartig und verlangen exakte Vorbereitung sowie höchste Konzentration. Jeder Fehler wird sofort bestraft. Gleichzeitig ist die Kulisse, vor der wir fahren, einmalig", sagt der 28-Jährige aus Lichtentanne.

Bei der Rallye der 10.000 Kurven auf der Mittelmeerinsel strebt Julius Tannert mit Beifahrer Jürgen Heigl einen Podestplatz an. Der ist nach dem verpatzten Saisonstart Ende Februar auf eisigen Pisten in Schweden auch nötig, um im Meisterschaftsrennen zu bleiben. "Es gibt bei den fünf Wertungsläufen der Junior-WM ein Streichergebnis. Und das habe ich im Prinzip jetzt schon weg", sagt der Rallyefahrer.

Julius Tannert hatte beim Auftaktrennen nach einem fehlerfreien ersten Tag auf Platz 3 gelegen, ehe ihn zunächst ein technischer Defekt und später ein Fahrfehler weit zurückwarfen. Das war für den Westsachsen doppelt bitter, da er in diesem Jahr die Altersgrenze für die Junioren-WM erreicht hat und deshalb mit großen Ambitionen nach Schweden aufgebrochen war. "Ich will um den Titel kämpfen und mir damit die Chance für den Aufstieg in die Rallye-WM erarbeiten", hatte er vorm Saisonstart gesagt.

Entsprechend angriffslustig ist der Rallyepilot, der 2015 den Opel-Cup und 2017 den deutschen WM-Lauf gewann, nach Korsika aufgebrochen. "Ich möchte dort meine ganze Erfahrung auf Asphalt ausspielen und um den Sieg kämpfen. Das wird eine große Herausforderung für Jürgen und mich, aber wir können es kaum erwarten", schreibt der gelernte Betriebswirt auf seiner Homepage.

Der französische WM-Lauf beginnt am Freitag in Bastia und zieht sich auf insgesamt 14 Wertungsprüfungen über rund 350 Kilometer. Die Königsprüfung am Samstag mit über 47 selektiven Kilometern wird zweimal befahren. Sie zählt zu den längsten und härtesten Wertungsprüfungen und erfordert neben Präzision auch Ausdauer und Konzentration. Das Ziel ist im malerischen Küstenort Calvi.

Bei der Junior-WM treten die besten 13 Nachwuchsfahrer der Welt gegeneinander an. Gefahren wird einheitlich auf dem neu entwickelten Ford Fiesta R2T (200 PS). Nach Schnee und Eis in Schweden sowie Asphalt auf Korsika warten im Juni auf Sardinien, im August in Finnland und im Oktober in Wales jeweils Schotterpisten auf die Fahrer.

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