Rasenpflege hat Luft nach oben

Der vor drei Jahren im Jahn-Stadion eingeweihte Hybrid-Platz ist für große Belastungen ausgelegt. Die Landesklasse-Fußballer aus Lichtenstein müssen aktuell jedoch nach Mülsen ausweichen.

Lichtenstein.

Nach und nach kehren die westsächsischen Fußballer auf ihre Plätze zurück, um mit der Vorbereitung auf die neue Spielzeit zu beginnen. Die Vorfreude nach dem coronabedingten Saisonabbruch ist groß - zumal nun wieder Zuschauer zugelassen sind. Auch bei den Landesklasse-Fußballern der SSV Fortschritt Lichtenstein steht an diesem Freitag der Trainingsauftakt auf dem Programm. Doch im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion kann Trainer Mirko Ullmann seine Schützlinge nicht begrüßen. Wegen einer Renovierungsmaßnahme ist der Platz voraussichtlich erst ab September wieder nutzbar. "Wir trainieren stattdessen bei der SG Motor Thurm im Sportzentrum Stangendorf in Mülsen. Mit den Kindern weichen wir auf kleinere Plätze in Lichtenstein aus", sagt Fußball-Abteilungsleiter Michael Frenzel von der SSV Fortschritt.

Zumindest gilt dies für das Training. Im Viertelfinale des Kreispokals musste die D-Jugend der Lichtensteiner im Juni bei der 0:1-Niederlage gegen den Ebersbrunner SV in die Sportanlage Waldblick nach Mülsen ausweichen. Nicht nur deshalb ist sich Fortschritt mit dem 2017 eingeweihten Platz in Lichtenstein noch nicht richtig grün geworden. Um den Belastungen aus Vereins- und Schulsport gerecht zu werden, wurde beim Umbau ein Hybridrasen verlegt.

Doch dessen Pflege, übernommen von einer Fremdfirma, war in den vergangenen Jahren "nicht so optimal", wie Michael Frenzel sagt. Der von den eingesetzten Mährobotern verursachte Grünschnitt sei von der Naturrasenschicht nicht komplett aufgenommen worden. "Dadurch ist das Wasser nicht abgelaufen und der Platz wurde relativ rutschig", erklärt der SSV-Abteilungsleiter.

Bei der derzeitigen Renovierung, die in der letzten Maiwoche startete, wurde der vorhandene Bewuchs entfernt und Gras neu eingesät, berichtet Bauamtsleiter Mario Hößler. Die Kunststoffmatte blieb dabei erhalten. Bereits im ersten Jahr der Inbetriebnahme war die Stadt mit der Wartung unzufrieden. Auch zukünftig "ist die Art der Pflege und die starke Belastung der Rasenfläche wiederum in Verbindung mit der Spezifika eines Hybridrasens noch weiter zu optimieren", so Hößler. Der Verbleib von organischem Material nach dem Mähen soll dafür minimiert werden. Zur Diskussion stehen zwei Varianten: "Einmal der weitere Einsatz des Mähroboters mit zweimal monatlich Striegeln und Aufnahme des entfernten Materials durch eine Rasenkehrmaschine oder konventionelles Mähen mit Aufnahme des Mähgutes", sagt Hößler.

Zusätzliche Kosten sind durch die Renovierung nicht entstanden. "Die Maßnahmen sind Bestandteil des Pflegevertrages", so Hößler. Ab September soll der Platz wieder nutzbar sein.

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