Reinsdorf muss weiter warten

Die Spielvereinigung ist als Aufsteiger in der Fußball-Landesklasse West noch ohne Sieg. Der gelang am Sonntag dem ESV Lok Zwickau gegen einen anderen Neuling der Liga.

Reinsdorf/Zwickau.

Der ESV Lok Zwickau bleibt in der Fußball-Landesklasse oben dran. Nach dem knappen 1:0-Erfolg gegen den SV Tanne Thalheim sind die Marienthaler mit sechs Punkten aus vier Spielen vorerst Tabellensechster und haben drei Zähler Rückstand auf Rang 3. Aufsteiger Reinsdorf-Vielau hingegen verlor das Kellerduell beim FC Concordia Schneeberg 2:4 und ist aktuell Vorletzter.

FC Concordia Schneeberg - SpVgg Reinsdorf-Vielau 4:2 (1:1). Dass in der Fußball-Landesklasse ein anderer Wind weht, hat die SpVgg Reinsdorf-Vielau am Sonntag beim FC Concordia Schneeberg erneut erfahren müssen. Gegen die Erzgebirger, die zuvor in dieser Saison stets als Verlierer den Platz verließen, hieß es am Ende 2:4 aus Sicht der Gäste. Dabei war die Mannschaft von Trainer André Göbel gut in die Partie gekommen. In der 28. Minute traf Richard Sachs zur Führung für die Gäste. Mehr gelang aber zunächst nicht. "Wir schaffen es aktuell leider nicht, nach einer guten Aktion dort anzuknüpfen und nachzulegen", so André Göbel. Stattdessen glichen die Schneeberger schon in der 34. Minute durch Franco Stopp aus, der in der 59. Minute dann einen Foulelfmeter zur 2:1-Führung verwandelte. Nur wenig später traf William Trültzsch (64.) für die Gastgeber zum 3:1. Reinsdorf-Vielau kam durch Carsten Pfoh in der 73. Minute zwar noch einmal heran. Alle Hoffnungen des Aufsteigers wurden aber schließlich durch das 4:2 von Vincent Michl (83.) begraben. Besonders in den Momenten, in denen die Mannschaft in Rückstand gerate, würden die Spieler die Köpfe hängen lassen. "Das ist uns schon in den Spielen zuvor passiert, dass die Jungs geknickt und wie gelähmt sind. Das sind Lernprozesse in der Landesklasse. Wir müssen uns an die Robustheit und die Gegebenheiten der Landesklasse gewöhnen", so André Göbel.

SpVgg Reinsdorf-Vielau: Schubert; Nerger, Kuhn, Pfoh, Becher, Lange, Sachs, R. Dittrich (67. Weiß), Kilian (67. Domke), Roeder (67. M. Dittrich), Wemme.

ESV Lok Zwickau - SV Tanne Thalheim 1:0 (1:0). Nach dem knappen Sieg gegen Wiederaufsteiger Thalheim waren für Lok-Trainer Sven Döhler die drei Punkte das Wichtigste: "Wir waren lange Zeit dem Gegner überlegen. Gegen Ende des Spieles haben wir die Ordnung verloren und Thalheim ist zu guten Möglichkeiten gekommen. Der Sieg ist nicht unverdient, aber etwas glücklich." Die Zwickauer besaßen in der ersten halben Stunde mit einem 20-Meter-Freistoß von Steven Melde und einem Flachschuss von Luke-Leon Neuper aus zwölf Metern zwei gute Gelegenheiten, die knapp am Pfosten vorbei zischten. Von der 31. bis 34. Minute kam Lok auf ein Eckenverhältnis von 5:0. Nachdem ein Freistoß von David Günnel ebenfalls das Tor verfehlte (43.), verwertete Neuper per Kopf eine präzise Rechtsflanke von Günnel zum 1:0 (45.). In der zweiten Halbzeit gab es solche Chancen für Lok nicht mehr. Thalheim drückte verstärkt auf den Ausgleich und hatte durch Rami Msalam (69.) und Alaa Yahya (83., 90.+4) drei Großchancen. Dass den Gästen das 1:1 nicht gelang, daran hatte Lok-Keeper Richard Weber großen Anteil. Der junge Zwickauer Mittelfeldspieler Melde betonte nach dem Abpfiff: "Die erste Halbzeit war deutlich besser als in Reichenbach. Wir hätten ein bis zwei Tore mehr machen müssen. Nach der Pause sind wir etwas unruhig geworden. Alle haben gut gekämpft." In der Nachspielzeit erhielt Ben-Daniel Schewski nach einem groben Foul die Rote Karte (90.+4).

ESV Lok Zwickau: Weber; Bahner, F. Matthaeus, Blechschmidt, Schmutzler, Kretschmar, Jentzsch, Günnel, Melde, Neuper (73. Catterfeld), Othmann (59. Schewski).

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