Rollers verwandeln zweiten Matchball

Mit einem 65:50-Erfolg gegen Köln haben sich die Zwickauer Rollstuhlbasketballer den Verbleib in der 1. Bundesliga gesichert. Der Trainer wurde trotzdem zwischendurch laut.

Zwickau.

Die ganz großen Jubelszenen sind nach der Schlusssirene am Samstagabend in der Sporthalle Mosel ausgeblieben. Vielmehr stand Spielern, Verantwortlichen und Fans des BSC Rollers Zwickau die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Nach der bitteren 61:62-Heimniederlage vor zwei Wochen gegen Wiesbaden hatte die Mannschaft den zweiten Matchball im Kampf um den Klassenerhalt gegen Schlusslicht RBC Köln 99ers genutzt. Mit acht Punkten Vorsprung auf die Roller Bulls Ostbelgien bei drei noch ausstehenden Saisonspielen kann Zwickau für eine weitere Saison in der 1. Liga planen.

"Endlich sind wir durch", sagte BSC-Präsident Jürgen Wicka, während die Mannschaft mit den Fans abklatschte. Und auch Trainer Marco Förster mochte nach dem 65:50 (17:12/36:21/56:36) nicht den Spielverderber geben. "Ich will das Spiel gar nicht großartig im Detail bewerten. Denn was heute zählte, war allein der Klassenerhalt", sagte er. Dass der abgeschlagene Tabellenletzte Köln am Samstag nicht gerade als Laufkundschaft daherkam, wunderte Marco Förster dabei nicht. "Das ist eine junge Truppe, die irgendwann endlich ihren ersten Saisonsieg holen will", sagte er.

So bekamen die gut 100 Zuschauer in Mosel zunächst ein ausgeglichenes Spiel zu sehen, in dem Routinier Rostislav Pohlmann zum Ende des ersten Viertels mit seinem Dreier zum 17:12 die Weichen stellte. Dass sich Zwickau im zweiten Spielabschnitt auf 36:21 absetzen konnte, erwies sich bereits als Vorentscheidung. Danach verwalteten die Gastgeber, bei denen alle acht Spieler Einsatzzeiten bekamen, den Vorsprung mehr oder weniger souverän. "Ich bin noch zweimal laut geworden, weil wir uns phasenweise einlullen lassen und bei Kleinigkeiten nachgelassen haben", sagt der BSC-Trainer. Vor allem auf Kapitän Vytautas Skucas, der mit 28 Punkten zum besten Werfer des Tages avancierte, konnte sich Förster verlassen.

Nach dem siebenten Saisonsieg hat Zwickau den achten Platz in der Liga jetzt sicher und auch nur zwei Punkte Rückstand auf Wiesbaden. "Wir waren ja auch lange an den Playoffs dran, aber dafür war es letztlich ein Sieg zu wenig. Da müssen wir für die Zukunft hart dran arbeiten", sagt Trainer Marco Förster. Der hatte im Saisonverlauf zunächst längerfristig auf Edgaras Ciaplinskas und später auf Frank Oehme verzichten müssen. "Zu den beiden Ausfällen kamen fünf Spiele, die wir mit einem, zwei oder drei Punkten Unterschied verloren haben", sagte Zwickaus Präsident Jürgen Wicka.

Für ihn und seine Mitstreiter geht der Blick aber nicht erst seit Samstag nach vorn. Denn mit Rostislav Pohlmann wird ein langjähriger Leistungsträger zum Saisonende verabschiedet. "Es wird schwer, Ersatz für ihn zu finden", sagt Wicka. Laut Marco Förster ist der Verein aber schon mit verschiedenen Spielern in Kontakt. "Wir brauchen jemanden mit Qualität, der aber noch formbar ist. Und vor allem muss es ein Teamplayer sein, denn wir haben eine sehr gute Chemie in der Mannschaft", so der Trainer.

In der Abstiegsrunde der laufenden Saison geht es für Zwickau am Sonntag mit dem Rückspiel in Köln weiter. Das letzte Heimspiel steht am 5. Mai gegen die Roller Bulls Ostbelgien auf dem Programm.

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