Routinier führt Fraureuther Handballer zum Erfolg

Das Bezirksliga-Team der Männer musste für den Sieg in Burgstädt lange kämpfen. Die Frauen verschenkten beim Schlusslicht dagegen die Punkte.

Fraureuth.

Die Bezirksliga-Handballer des HC Fraureuth haben mit dem 32:30 (16:15)-Sieg beim Burgstädter HC am Wochenende ihren sechsten Tabellenplatz gefestigt. Der Erfolg beim Schlusslicht war der dritte Sieg im sechsten Auswärtsspiel für das Team, das gewohnt gut in die Partie kam. In den Anfangsminuten erkämpfte die Abwehr Ball um Ball und dank des schnellen Umschaltspiels lagen die Gäste nach nur viereinhalb Minuten bereits 5:0 in Führung.

Mit zunehmender Spieldauer aber ließen sich die Fraureuther von der robusten Abwehrweise der Hausherren beeindrucken. Die eigene Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Tor nahm immer mehr ab, gleichzeitig wurde Burgstädt im Angriff zu viel Raum zum Kombinieren gelassen. Der Vorsprung der Gäste schrumpfe immer weiter und in der 27. Minute musste die Mannschaft den 14:14-Ausgleich hinnehmen. Nur mit einer knappen Führung (16:15) ging es schließlich in die Kabine.

Der notwendige Biss fehlte den Fraureuthern auch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Mit der Umstellung auf die 6:0-Abwehr sollte mehr Sicherheit und Kompaktheit in den Abwehrverbund gelangen, doch davon war zunächst gar nichts zu sehen. Burgstädt schaffte nicht nur den Ausgleich, sondern baute seinen Vorsprung bis zur 40. Minute auf vier Tore (24:20) aus. Erst eine Auszeit und die Einwechslung von Routinier Mathias Hentschel, welcher aufgrund der angespannten Personalsituation kurzfristig aushalf, brachte die entscheidende Wende für Fraureuth. Mathias Hentschel gelangen binnen acht Minuten vier Treffer und das Offensivspiel hatte wieder Zug zum Tor. Die parallele Umstellung auf das doppelte Kreisspiel irritierte die Hausherren zusätzlich. Mit sechs Toren in Folge wurde der Rückstand in eine Führung (26:24) umgewandelt. In den folgenden Minuten lebte die Partie alleine von der Spannung, denn das spielerische Element wurde auf beiden Seiten sträflich vernachlässigt. Als Christian Kolath kurz vor Schluss dann noch einen Strafwurf vom gefährlichsten Schützen der Burgstädter entschärfte, stand dem 32:30-Sieg der Fraureuther nichts mehr im Weg.

Mit einer unnötigen 23:26 (12:13)-Niederlage bei Schlusslicht SG Nickelhütte Aue haben es die Bezirksliga-Handballerinnen des HC Fraureuth verpasst, sich auf Tabellenplatz 4 zu verbessern. Stattdessen rutschte das Team auf Rang 6 zurück.

Die Gäste konnten im Erzgebirge erneut in Bestbesetzung antreten und mussten daher von Beginn an versuchen, stets präsent zu sein. Das gelang aber zu selten. In der ersten Viertelstunde konnte sich zunächst kein Team entscheidend absetzen. Durch leichte Fehler im Spielaufbau und Unachtsamkeiten in der Abwehr rannte Fraureuth sogar einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Zudem vergaben die Gäste in der ersten Halbzeit zu viele gute Wurfgelegenheiten. Trotz allen Bemühens gelang es Fraureuth auch in der zweiten Halbzeit zunächst nicht, den Rückstand wett zu machen. Die Angriffe wurden in dieser Phase oft viel zu überhastet und ungenau abgeschlossen. Das Umschaltspiel ließ auf Fraureuther Seite ebenfalls sehr zu wünschen übrig. Trotzdem hatten sich die Gäste in der 48. Minute durch drei Treffer in Folge (20:17) erstmals absetzen können. Die weiteren Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, wurden aber nicht genutzt.

In der Schlussphase gelang es Fraureuth dann zu selten, den Spielaufbau der Gastgeberinnen entscheidend zu stören. Die vergebenen Möglichkeiten und unnötige Ballverluste führten dazu, dass Aue in der 57. Spielminute den Ausgleichstreffer zum 23:23 erzielen konnte. Im Gegenzug ließ Fraureuth wieder eine sehr gute Chance liegen und Aue nutzte die fehlende Zuordnung in der Deckung, um einen Siebenmeter herauszuholen und zum 24:23 zu verwandeln. Die Manndeckung in der letzten Minute brachte für die Gäste nicht den gewünschten Effekt und man musste infolge einfacher Ballverluste sogar noch zwei weitere Treffer hinnehmen.

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