Sachsenring meldet sich zurück

Das Kellerduell in der Verbandsliga ist für die Keglerinnen aus Hohenstein-Ernstthal zur Nervenprobe geworden. Dazu trug die Aufstellung des Gegners bei.

Hohenstein-Ernstthal.

Sie waren ein bisschen nervöser als sonst. "Klar, wenn man auf einen Abstiegsplatz steht, ist das Bauchkribbeln vor so einem Spiel schon stärker", sagt Sachsenring-Keglerin Ines Rongstock. Und der Start in die Partie gegen das Verbandsliga-Schlusslicht KSV Steinitz ging für den KSV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal im Hot-Sportzentrum auch erst mal nach hinten los. Julia Lederer und die eingewechselte Birgit Fanghänel kamen gemeinsam auf 483 Holz und verloren ihr Duell damit ebenso wie Konstanze Drechsel, die 479 Kegel zu Fall brachte. In der virtuellen Tabelle übernahm der KSV Sachsenring dadurch die rote Laterne. "Aber wir geben nie auf und kämpfen immer weiter. Und es ist auch schön, wenn man danach alles reinhaut und viel trifft", so Rongstock. Den hart erkämpften 5:3 (3116:3018)-Erfolg bezeichnete sie zurecht als Wechselbad der Gefühle.

Der missglückte Start hatte mehrere Gründe. Zum einen waren die Startspielerinnen des KSV Sachsenring nicht in Bestform. Die Gäste boten dagegen zwei ihrer stärksten Kräfte auf, da sie schon etwas eher abreisen mussten. Doch im Mittelpaar gab Sachsenring Gas. Anke Hartwig (499 Holz) und Lisa Radau (582) holten beide Mannschaftspunkte nach Hohenstein-Ernstthal. Radau glänzte dabei mit einem Bahnrekord ihrer Altersklasse U 23. In der Gesamtkegelzahl drehte das KSV-Mittelpaar so einen Rückstand von 126 Kegeln in einen Vorsprung von 56 Holz um.

Die Entscheidung musste also im Schlusspaar fallen. Während Heike Böhmichen (518) mit 0:4-Sätzen den Punkt an die Gäste abgab, ließ Ines Rongstock (555) bei ihrem 3:1-Sieg nichts anbrennen. Da es nach Mannschaftspunkten Remis stand, entschied die Gesamtkegelzahl. Schon vor dem letzten Satz im Schlusspaar führten die Gastgeberinnen mit knapp 100 Holz. Rongstock und Böhmichen spielten souverän zu Ende und ließen Steinitz nicht mehr herankommen.

Durch den Erfolg kletterte Hohenstein-Ernstthal (9:19 Punkte) von Platz 9 auf 8. Doch auch dieser ist in der zehnköpfigen Verbandsliga immer noch ein Abstiegsplatz. Mindestens drei Teams werden den Gang in die 2. Verbandsliga antreten müssen. Falls es keinen Aufsteiger in die 2. Bundesliga gibt, trifft es sogar ein weiteres Team. Vier Runden sind noch zu spielen. Mit einem Spiel weniger und einer Bilanz von 10:16 Punkten steht Mehltheuer derzeit auf Rang 7, Platz 6 belegt mit 12:16 Zählern ISG Hagenwerder.

Dennoch hat sich Sachsenring im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. "Der Sieg war wichtig, um Kontakt zu den Nichtabstiegsrängen zu halten", sagt Rong-stock. Das Restprogramm beschert ihrem Team noch Auswärtsspiele bei Mehltheuer (1. März) und Hagenwerder (22. März). Zu Hause warten schwere Aufgaben gegen die Tabellenspitze. Am 22. Februar geht es zunächst gegen den Zweiten Dresdner SV, ehe am 15. März Tabellenführer KSV Bennewitz seine Visitenkarte im Hot-Sportzentrum abgibt. Aber auch hier gilt die von Rongstock ausgegebene Parole: "Wir geben nie auf und kämpfen immer weiter."


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