Saison beginnt auf schwierigen Bahnen

Mit einigen Neuerungen gehen die Kegler des TSV 90 Zwickau in die neue Spielzeit der 2. Bundesliga Ost. Um vorn dabei zu sein, müssen sie künftig in jedem Duell alles geben.

Zwickau.

Die Chancen, dass die Kegler des TSV 90 Zwickau im September mit einem Sieg in die neue Saison der 2. Bundesliga Ost starten, stehen nicht unbedingt gut. Denn gleich im ersten Spiel muss die Mannschaft um Teamchef Patrick Hirsch beim ATSV Freiberg antreten. Und dessen Bahn ist eine ausgesprochene Heimbahn, auf der für die Gegner oft wenig zu holen ist. "Der Spielplan ist für uns leider nicht so optimal. In der ersten Saisonhälfte warten auswärts die ganzen schwierigen Bahnen. Da müssen wir zu Hause die Spiele gewinnen, um in der Tabelle gut dabei zu sein", sagt Hirsch.

Auf ihn und seine Mitspieler warten nach dem verpassten Aufstieg in die 1. Bundesliga einige Veränderungen. Aufgrund von Strukturmaßnahmen innerhalb des Verbandes gehen in der Oststaffel der 2. Bundesliga zum Teil andere Mannschaften als bisher an den Start. Für die Zwickauer bedeutet das unter anderem deutlich längere Auswärtsfahrten. Statt nach Mehltheuer oder Zeulenroda geht es nun nach Wolfsburg und Berlin. Gleichzeitig steige aber das Niveau, wie Patrick Hirsch betont: "In der Vergangenheit gab es schon das ein oder andere Spiel, bei dem wir ziemlich sicher sein konnten, dass wir gewinnen. Mit solchen leichten Partien können wir jetzt nicht mehr rechnen. Wir müssen in jedem Duell alles geben." Seine Zwickauer Mannschaft sieht er für die Aufgabe aber gut gerüstet. Der Kader geht unverändert in die neue Saison, sodass der TSV 90 durchaus oben mitspielen will. Ob es für eine mögliche Rückkehr in die 1. Bundesliga reichen könnte, darüber will Patrick Hirsch aktuell nicht spekulieren: "Unsere Liga soll 2021 wieder verkleinert werden. Von daher ist es erst einmal wichtig, nicht unten reinzurutschen."

Aufgrund der Umstrukturierungen treffen die Zwickauer statt wie bisher meist auf neun nun auf elf Gegner. Um dafür körperlich und mental gerüstet zu sein - und auch wegen der lange Pause durch Corona -, hat die Mannschaft die eigentlich geplante Sommerpause im Juni ausfallen lassen und trainiert seit fast zwei Monaten intensiv. Oft wird dabei auch Mann gegen Mann gespielt. "Neben der Fitness muss beim Kegeln der Kopf mitspielen. Da ist es gut, sich zu messen. Mit dem Blick auf die Ergebnisse des Nebenmannes kann man auch üben, dem Druck standzuhalten", sagt Patrick Hirsch. Erste Wettkampfpraxis sammeln die Zwickauer ab Ende August wieder, wenn sie mehrere Testspiele bestreiten.

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