Schiedsrichter-Pfiff bringt Motor zu Boden

Die Hockeyspieler aus Meerane haben ihre Zweitliga-Heimspiele am Wochenende mit 3:4 und 0:5 verloren. Der Frust saß nach der knappen Niederlage tiefer.

Meerane.

25 Sekunden sind noch auf der Uhr gewesen - und Motor Meerane träumte beim Stand von 3:3 schon von einem Punktgewinn gegen den Spitzenreiter der 2. Hallenhockey-Bundesliga Ost. Doch was dann geschah, ließ die Meeraner in der Karl-Heinz-Freiberger Halle am Samstag vor 150 Zuschauern gegen den Cöthener HC frustriert zurück.

Was war passiert? Nach einem Zweikampf wurde zunächst SV-Abwehrspieler Max Methe von einem Cöthener Akteur über die Bande geschubst. In Erwartung eines eigenen Freischlags schritt Motor-Kapitän Dirk Lange - ohne auf die Schiedsrichter zu schauen - zur Ausführung. Doch die Spielleiter hatten die Szene als Foulspiel des Meeraners gewertet. Mit fatalen Folgen: Da auch Cöthen den Freischlag schnell ausführen wollte, stellten die Schiedsrichter Dirk Lange wegen Nichteinhaltens des erforderlichen Abstands mit Gelb-Rot vom Platz und sprachen den Gästen eine Ecke zu. Diese traf Meerane zum 3:4-Endstand mitten ins Mark.

"Das war eine katastrophale Fehlentscheidung", sagt Motor-Trainer Steffen Jahn. Einen Punkt hätte sein Team auf jeden Fall verdient gehabt. "Für die Jungs hat es mir leid getan. Da hat bei den Schiedsrichtern auch das Fingerspitzengefühl gefehlt", so der Übungsleiter. Dass die Situation überhaupt spielentscheidend wurde, lag auch an einem leidigen Thema der Meeraner: der Chancenverwertung.

"Zur Pause können wir schon 5:0 führen", sagt Jahn. Stattdessen ging es nach dem Tor von Wilhelm Keller mit einem 1:0 für Motor in die Pause. Nach Wiederanpfiff erhöhte Keller auf 2:0. Kapitän Lange konterte den Anschluss der Gäste mit seinem Tor zum 3:1, ehe der Cöthener HC seine Klasse ausspielte und das Spiel letztlich glücklich drehte. Zu allem Überfluss verletzte sich Wilhelm Keller und wird für den Rest der Hallensaison wohl ausfallen.

Die 0:5 (0:4)-Niederlage im Heimspiel am Sonntag gegen Prenzlauer Berg war dagegen eine eindeutige Angelegenheit. Die Hoffnung auf Zählbares war schnell verfolgen und sorgte somit für weniger Frust. "Das war mehr als verdient, auch in der Höhe", sagt Jahn. Nach drei Spielen ist Motor punktlos Tabellenletzter auf Rang 6. Am Samstag spielt Meerane beim Bundesliga-Absteiger Berliner SC (4. Platz/3 Punkte), am Sonntag folgt ein Gastspiel in Leuna (3./6).

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...