Sieg und Schlägerei zum Ehrentag

Eishockey: Eispirat Julian Talbot über den Erfolg gegen Frankfurt, Psychospielchen und seine noch offene Zukunft

Crimmitschau.

Die Eispiraten Crimmitschau haben sich in der Viertelfinal-Serie der 2. Liga am Sonntag mit einem 5:1 über die Löwen aus Frankfurt eindrucksvoll zurückgemeldet. Stürmer Julian Talbot hatte an diesem Tag gleich doppelten Grund zum Feiern. Alexander Bertram hat sich mit dem 34-jährigen Kanadier nach dem Spiel unterhalten.

Freie Presse: Herr Talbot, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum tollen Sieg. Und dann natürlich noch herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Julian Talbot: Vielen Dank!

War der Sieg heute Ihr bestes Geburtstagsgeschenk?

Ja! Es fühlt sich großartig an. Wir haben ein wichtiges Lebenszeichen gesetzt. Jetzt müssen wir Dienstag beweisen, dass wir auch in Frankfurt so viele Tore erzielen können.

Wie bewerten Sie das Spiel und was waren aus Ihrer Sicht die Gründe für den Sieg?

Ich glaube, man hat heute gesehen, wie sehr wir gekämpft haben. Wir haben viel mutiger als in den anderen Duellen agiert, weil wir einfach gewinnen wollten. Und das wichtigste: Wir haben unsere Chancen genutzt, als wir sie hatten.

Sie haben sich zwei Faustkämpfe mit Spielern der Löwen Frankfurt geliefert und wurden vorzeitig mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine geschickt. Was war der Auslöser?

Ja, wir hatten uns eigentlich nur gegenseitig festgehalten. Ich erinnere mich, dass ich am Arm gezogen worden bin. Nichts wildes! Naja, es ist wie es ist.

Der Frankfurter Torhüter Ilya Andryukhov ist für sein Psychospielchen bekannt, bei einem gehaltenen Schuss den Puck demonstrativ hochzuwerfen. Inwiefern beeinflusst das einen Stürmer?

Das beeinflusst oder irritiert mich in keiner Form. Im Gegenteil: Wir Stürmer lieben so etwas und finden das eher lustig. Ich glaube, er selber ist derjenige, der bei solchen Aktionen am meisten zu verlieren hat. Es wirkt schon etwas lächerlich.

Heute ist Ihr Geburtstag. Wie werden Sie den restlichen Abend verbringen. Gibt es eine Party?

Nein, ich werde später wahrscheinlich noch meine Kinder ins Bett bringen und es danach ruhiger angehen lassen. Wir haben Dienstag ein enorm wichtiges Spiel. Da möchte ich fit sein.

Ihr Vertrag bei den Eispiraten läuft zum Saisonende aus. Werden Sie verlängern?

Dazu kann ich jetzt noch nichts sagen. Ich weiß selber nicht, was passieren wird.


Serie geht auswärts weiter

Die Löwen Frankfurt und die Eispiraten Crimmitschau treffen am heutigen Dienstag zum fünften Mal in der Viertelfinal-Serie aufeinander. Die Partie beginnt 19.30 Uhr in der Eissporthalle in Frankfurt/Main. Die Löwen führen in der Serie mit 3:1-Siegen. Die Mannschaft, die zuerst vier Spiele gewonnen hat, zieht ins Halbfinale ein. Das heißt: Frankfurt kann mit einem Sieg das Ticket für die nächste Runde lösen und Crimmitschau in die Sommerpause schicken. Die Eispiraten würden mit einem Sieg ein weiteres Heimspiel, welches am Freitag stattfindet, erzwingen. Die Westsachsen müssen weiter auf Stürmer Patrick Klöpper verzichten, der sich nach einem Kieferbruch noch im Aufbautraining befindet.

Lobende Worte gab es von Löwen-Trainer Matti Tiilikainen nach der Partie am Sonntag für die Eispiraten. "Heute gab es nur ein Team, welches um den Sieg gespielt hat. Ich habe eine starke Mannschaft von Crimmitschau gesehen", sagte Matti Tiilikainen. Eispiraten-Coach Daniel Naud freute sich dagegen über eine kompakte Defensivleistung. "Wenn man gegen einen Gegner wie die Löwen Frankfurt nur 23 Torschüsse zulässt, hat man viel richtig gemacht", sagte Daniel Naud, der ein Sonderlob an seinen dritten Block verteilte. Die Reihe um Christoph Körner stand bei drei von fünf Eispiraten-Toren auf dem Eis. (hof)

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