Späte Tore sorgen für Remis

In der Fußball-Landesklasse haben Meerane und Lichtenstein jeweils 1:1 gespielt. Die Gemütslage in beiden Lagern war hinterher unterschiedlich.

Meerane/Lichtenstein.

Die Siegesserie des Meeraner SV ist am Sonntag in der Landesklassen-Partie gegen den Reichenbacher FC gerissen. Nach drei Erfolgen am Stück kam die Mannschaft nicht über ein 1:1 gegen die Vogtländer hinaus. "Es war nicht unser bestes Spiel. Unser Passspiel lief nicht flüssig nach vorn. Damit sind wir nicht ganz zufrieden", sagte MSV-Trainer Julius Michel. Er hatte vor dem Spiel noch vor den Reichenbachern gewarnt. Warum, zeigten sie nach zehn Minuten. Mit der ersten Chance des Spiels gingen die Gäste durch einen Kopfball von Paolo Süß mit 1:0 in Führung. "Wir hatten mehr Ballbesitz, konnten uns aber keine wirklichen Chancen herausspielen", so Michel. Die Hausherren bissen sich an der Abwehr der Gäste zumeist die Zähne aus. Gefährlich vor dem Reichenbacher Gehäuse wurde es nur durch Distanzschüsse.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Meeraner vor 109 Zuschauern im Richard-Hofmann-Stadion mehr Entschlossenheit und packten immer öfter die Brechstange aus. Auf den Ausgleich mussten die Hausherren jedoch bis zehn Minuten vor dem Abpfiff warten. Nachdem der eingewechselte Fabian Krabacz im Strafraum gefoult wurde, stellte René Bendel per Elfmeter auf den 1:1-Endstand. "Auch wegen des starken Regens haben wir nicht so richtig in unser Spiel gefunden, wobei es die Reichenbacher auch nicht schlecht gemacht haben. Aufgrund unserer zweiten Halbzeit ist es ein gerechtes Unentschieden", sagt Michel.

Anders war die Laune bei Mirko Ullmann nach dem 1:1 seiner SSV Fortschritt Lichtenstein im Glück-auf-Stadion des FC Stollberg. Gegen die zu Hause noch ungeschlagenen Erzgebirger zeigten die Gäste einen großen Kampf und belohnten sich nach einem späten Ausgleich doch noch mit einem Punkt. "Es war ein schweres Spiel, in dem beide Mannschaften viel investiert haben. Spielerisch können wir uns sicher noch steigern, aber die Disziplin und der Kampf bis zum Schluss waren super", sagte Ullmann nach dem Spiel an seiner einstigen Wirkungsstätte.

Dabei schlugen die Hausherren in Person von Tim Iser nach 20 Minuten zum ersten Mal zu. "Da haben wir aus den letzten Spielen gelernt und auch nach dem Rückstand weiter gekämpft", sagt Ullmann. Jedoch folgte der nächste Rückschlag für die Lichtensteiner in der 75. Minute. Zur Überraschung von Mirko Ullmann zeigte der Unparteiische Rico Bär die Rote Karte. "Es gab viele, auch grobere Fouls, bei denen er nur gelb zeigte. Es hat mich ein wenig enttäuscht, dass er seine Linie verlassen hat. Aber wir wussten, dass wir auch mit zehn Mann noch eine Aktion bekommen werden."

Und die folgte in der 87. Minute. Nach einem Torwartfehler stand Mittelfeldspieler Sebastian Helbig im Stollberger Strafraum goldrichtig und erzielte den viel umjubelten Ausgleich. "Es wäre auch schade gewesen, wenn wir uns für das Engagement und den Aufwand, gerade in Unterzahl, nicht belohnt hätten", so Ullmann.

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