Spannendster Kampf nach der Entscheidung

Die Landesliga-Ringer aus Werdau haben ihren letzten Heimkampf der Saison gegen die zweite Riege von Rotation Greiz mit 13:17 verloren. Der Blick geht bereits voraus.

Werdau.

Eric Lüttich hatte im Landesliga-Kampf am Samstagabend einen schweren Einstand gegen Abdul-Hadi Galamatov vom RSV Rotation Greiz II. Der in der Freistilklasse bis 79 Kilogramm startende Ringer des AC 1897 Werdau lag beizeiten schon aussichtslos zurück. "Freistil ist nicht mein Stil, aber ich habe mich gegen den Spezialisten zurück gekämpft und am Ende knapp gewonnen", meinte der Werdauer. Im Vergleich zum Armenier hatte Eric Lüttich in der Schlussphase der sechs Minuten wohl die größeren Kraftreserven. Den 12:11-Punktsieg stellte der Werdauer erst mit einer Zwei-Punkte-Wertung Sekunden vor der Sirene sicher, was sowohl dem Trainer als auch den mitgereisten Fans der Greizer nicht gerade gefallen hatte.

Sie plädierten lautstark auf eine Fehlentscheidung des Kampfrichters Cliff Woratsch, der sich allerdings davon nicht beeindrucken ließ. Eric Lüttich widmete den Sieg über Abdul-Hadi Galamatov übrigens seinem jüngst verstorbenen Trainer Bernhard Klein. Der gewonnene Punkt der Gastgeber des AC 1897 Werdau im spannendsten Kampf des Abends war allerdings bereits eine Sache für die Statistik. Die mit einigen Bundesliga-Ringern angereiste zweite Riege des RSV Rotation Greiz hatte die beiden Punkte für die Gesamtwertung bereits eingefahren, nachdem die Thüringer in den unteren Klassen gegen die Werdauer ihre Überlegenheit ausgespielt hatten.

Und bei den schweren Jungs bis 125 Kilogramm schickten die Gäste mit Zsolt Török den aktuellen Vizeweltmeister auf die Matte, der gegen Dominik Klann einen Punktsieg einfuhr. Neben Eric Lüttich haben Martin Kretzschmar (96 kg) sowie die beiden Ungarn Marcell Budai-Kovacs (66 kg) und Botond Gulyas (72 kg) ihre Kämpfe für die Westsachsen bei der 13:17-Niederlage gewonnen.

"Wir werden diese Serie am Samstag in Aue gegen den schon feststehenden Landesmeister ordentlich zu Ende bringen und dann mit der Vorbereitung auf die neue Saison beginnen", meinte Werdaus Trainer Jürgen Klimke, der sich gemeinsam mit den Verantwortlichen des AC 1897 Werdau aufgrund von Verletzungssorgen und mancher personeller Fehlentscheidung schon zeitig von den ursprünglich gesetzten Zielen in Richtung Regionalliga verabschieden musste.

In Sachen Vorbereitung auf die neue Saison haben die Werdauer allerdings schon die ersten Nägel mit Köpfen gemacht. So unterschrieben die beiden Ungarn Marcell Budai-Kovacs und Botond Gulyas sowie Schwergewicht Dominik Klann nach dem Kampf am Samstag bei den Werdauern bereits die neuen Verträge. "Für die nächste Saison haben wir auch vier hochkarätige Neuzugänge in Aussicht", verriet der Werdauer AC-Präsident Mario Uhlig der "Freien Presse".

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