St. Egidien in Feierlaune

Die Volleyballer der SSV hatten am Samstag in der Sachsenklasse auch mit personellen Turbulenzen zu kämpfen. Gerettet ist das Team noch nicht.

St. Egidien.

Vor den Heimspielen gegen Sachsenklasse-Schlusslicht Textima Süd Chemnitz und den VSV Reichenbach standen die Volleyballer der SSV St. Egidien unter Druck - doch diesmal kamen sie gut damit zurecht. "Wir haben gezeigt, dass wir doch noch Volleyball spielen können", sagt Spielertrainer Michael Albert, der einmal mehr ein Wechselbad der Gefühle erlebte.

Im Spiel gegen den spärlich besetzten Tabellenletzten hatten die SSV-Männer, die auf den gesperrten Toni Flemming verzichten mussten, erhebliche Startschwierigkeiten. "Chemnitz hat wirklich mit viel Leidenschaft gekämpft", so Albert. Der erste Satz ging mit 18:25 verloren. Einige Umstellungen brachten etwas Besserung, wobei längst noch nicht alles klappte. Mit 25:22, 25:22 und 25:21 behielt die SSV im Anschluss dennoch die Oberhand.

Gegen Reichenbach gab es zu Beginn kleinere Turbulenzen. Toni Flemming durfte nach abgesessener Sperre wieder mitwirken. Dafür musste Michel Uhlig zuschauen. Er stand mit falscher Nummer im Spielprotokoll, nachdem die Hausherren nun in anderen Trikots spielten. Der Fehler im elektronischen Spielbericht ließ sich laut Albert nicht mehr korrigieren. Da das im Zweifelsfall bedeutet, dass der Spieler nicht teilnahmeberechtigt ist, wurde entschieden, das Risiko nicht einzugehen. So bekam Nachwuchsspieler Sandro Richter größere Spielanteile. Viele gute Aktionen, aber auch einige Fehler standen am Ende in seiner Statistik. "Insgesamt hat er seine Sache diesmal gut gemacht", sagt Albert.

Gegen den Tabellendritten Reichenbach erzwang St. Egidien nach einem 26:24, 25:27, 26:24 und 23:25 den Entscheidungssatz. Zwischenzeitlich verabschiedete sich Michael Gerth aufgrund anderer Verpflichtungen. Doch im Tiebreak lief Toni Flemming zur Bestform auf. Er hatte - wohl auch aufgrund der unfreiwilligen Pause im ersten Spiel - noch reichlich Energie und punktete fleißig. Mit 16:14 gewann St. Egidien den finalen Durchgang und damit die Partie nach einer Gesamtspielzeit von 2:18 Stunden.

Mit 20 Punkten aus 14 Spielen ist die SSV Fünfter, hat aber auch schon die meisten Partien absolviert. Dahinter folgen Chemnitz Harthau II (18 Punkte), SV Reudnitz II (17), L.E. Volleys IV (15) und Textima Süd (10). Für St. Egidien stehen noch Spiele beim VV Freiberg und bei den L.E. Volleys aus. "Das sind beides Gegner, die wir schlagen können", sagt Albert. Zwei Siege wären die sicherste Variante im Kampf um den Klassenerhalt. Denn laut Albert gibt es sogar noch die Möglichkeit, dass drei Teams absteigen müssen.


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