Talbot ebnet Eispiraten Weg ins Viertelfinale

Eishockey: Frankfurter Löwen nächster Gegner in den Play-offs

Crimmitschau.

Den trainingsfreien Tag am Mittwoch nutzte Julian Talbot vom Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau für Zeit mit seiner Familie. Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit den Zwillingen Mila und Jace an die frische Luft. Als die Zweijährigen ihren Mittagsschlaf einlegten, entspannte der Stürmer in der Sauna. Auf Talbot und seine Teamkollegen wartet schließlich ein anstrengendes Programm: Sie treffen im Viertelfinale der Play-offs auf die Löwen Frankfurt. Die Sachsen müssen am Freitag zunächst auswärts antreten. "Wir wollen den Schwung aus den Pre-Play-offs mitnehmen und den Favoriten ärgern", sagt Talbot mit gesundem Selbstbewusstsein.

Das kommt nicht von ungefähr: Am Dienstagabend konnten die Eispiraten-Cracks mit einem 2:1 (0:1, 1:0, 1:0)-Sieg bei den Kassel Huskies das Ticket für die nächste Runde lösen und die "Schlittenhunde" vorzeitig in die Sommerpause schicken. "Die Mannschaft hat genau zum richtigen Zeitpunkt die beste Leistung abgerufen, seitdem ich Trainer in Crimmitschau bin", freute sich Daniel Naud. Seine Schützlinge bestimmten das Geschehen, feuerten die Scheibe fast im Minutentakt auf das Gehäuse des starken Keepers Gerald Kuhn. In der Statistik tauchten insgesamt 55 Torschüsse der Eispiraten auf. Für das Offensivfeuerwerk konnten sich die Westsachsen erst in der dramatischen Schlussphase belohnen - durch Talbot.

22 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit drückte der Center die Hartgummischeibe nach einem Querpass von Ole Olleff und einem Schuss von Carl Hudson über die Linie. "Ein tolles Gefühl", räumt Talbot ein und macht deutlich, dass man in Duellen gegen einen überragenden Schlussmann die Nerven behalten muss. "Mit schön herausgespielten Kombinationen hatten wir keinen Erfolg. Deshalb musste so ein dreckiges Tor her", sagt der Routinier, der zwischen 2011 und 2016 für die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gespielt hat. Trotz DEL-Erfahrung kam Julian Talbot in Crimmitschau nur schwer in Schwung. Inzwischen ist der Kanadier stark beim Bully, schließt in der Defensive viele Lücken. Und in der entscheidenden Phase glänzte er als Torschütze und bescherte seinem Team (erst einmal) nur einen freien Tag.hof

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