Teams wollen Außenseiterchance nutzen

Im Fußball-Sachsenpokal greift nun auch der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal ein. Für den Meeraner SV ist es das zweite Spiel.

Im Punktspiel bei Wismut Gera konnten die Spieler des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal nach 14 Minuten das erste Mal jubeln. Am Ende gewannen sie 4:1. Das dürfte am Sonntag kaum zu wiederholen sein.

Von Markus Pfeifer und Gerhard Geidel

VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gegen Chemie Leipzig. Nachdem der VfL 05 in den vergangenen Jahren nur selten Losglück hatte, gibt es in diesem Jahr in der zweiten Runde des Fußball-Sachsenpokals endlich ein interessantes Heimspiel. Mit der BSG Chemie kommt am Sonntag ein Traditionsverein ins Stadion auf dem Pfaffenberg, der in der Oberliga Titelfavorit Nummer eins ist und im DFB-Pokal für Furore sorgte. Gegen die Zweitliga-Profis von Jahn Regensburg wurde in der ersten Runde gewonnen, was sich auch finanziell gelohnt haben dürfte. Deshalb erwartet VfL-Chef Heiko Fröhlich, dass die Leipziger noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv waren. "Wir sind Außenseiter", schätzt er ein, weiß aber auch, dass es im Pokal Überraschungen geben kann. Personell sieht es beim VfL gut aus. Lediglich Fritz Gerisch fällt nach einer Knieoperation längere Zeit aus.

Gegen Chemie wird voraussichtlich ein neuer Schlussmann im VfL-Tor stehen. Nach langer Suche wurde noch eine Verstärkung gefunden. André Bernardini, Italiener mit brasilianischen Wurzeln, ist zum VfL 05 gewechselt, nachdem er zuletzt in der Berliner Verbandsliga in Spandau gespielt hat. Die Kontakte zu ihm kamen über Futsalspieler zustande, doch der 22-Jährige spielt vorrangig auf dem Feld.

Für die Fans ist zu beachten, dass im Pokalspiel die Gegengerade auf der Ostseite des Pfaffenbergstadions den Gästefans vorbehalten ist, von denen etwa 700 erwartet werden. VfL-Anhänger nutzen die Stadionterrasse und die Tribüne auf der Westseite. Geparkt werden kann nicht direkt am Stadion, sondern auf dem Bergfestparkplatz.

Anstoß: Sonntag um 14 Uhr.

Meeraner SV gegen Germania Mittweida. Nachdem der Meeraner SV in der ersten Runde in einem spannenden Spiel den Döbelner SC mit 5:4 aus dem Rennen geworfen hatte, steht die Mannschaft von Trainer Julius Michel am Sonntag vor einer schweren Aufgabe.

Germania Mittweida spielt eine Klasse höher in der Landesliga. Die Mannschaft ist dort nach zwei Spieltagen auf dem elften Tabellenplatz zu finden. Zuletzt verlor sie beim VfL Pirna-Copitz mit 0:6, hatte jedoch zum Saisonauftakt die BSG Stahl Riesa im Heimspiel 1:0 bezwungen. "Die Partie wird eine Bewährungsprobe für meine Mannschaft. Germania ist Favorit. Wir haben uns fest vorgenommen, für eine Überraschung zu sorgen", kündigt Michel an. In den Punktspielen der Landesklasse lief es für die Meeraner mit einem Sieg und einem Unentschieden recht gut. Laut MSV-Trainer wird es wichtig sein, in der Abwehr kompakt zu stehen.

Personell hat der Meeraner Trainer keine Sorgen. Christopher Müller, Jonas Seifert und Felix Petzold sind zurück im Kader. Fehlen werden nur Moritz Ullmann (verletzt) und Daniel Hinke, der noch Trainingsrückstand hat.

Anstoß: Sonntag um 15 Uhr.

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