Thüringerin gewinnt beim Puckwerfen der Fans

Der Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau hat einen besonderen Preis verlost: Ein Abendessen mit einem Spieler.

Crimmitschau.

Das wird bestimmt ein interessantes Treffen: Eispiraten-Anhängerin Maria Plötner (32) hat ein Abendessen mit Stürmer Patrick Pohl (27) gewonnen. "Er gehört momentan zu unseren auffälligsten Stürmern und hat seinen Vertrag für die nächste Saison bereits zeitig verlängert. Das ist ein Signal an den Eishockey-Standort", unterstreicht Maria Plötner, die aus dem thüringischen Hermsdorf kommt und seit drei Jahren den Puckjägern aus Crimmitschau gemeinsam mit ihrer Familie die Daumen drückt.

Am Freitagabend hat sie sich bei der 1:4 (1:1, 0:1, 0:2)-Niederlage gegen die Kassel Huskies am Puckwerfen beteiligt. Die Fans mussten in der zweiten Drittelpause die nummerierten Hartgummischeiben auf die Eisfläche werfen. Der erste Preis geht an den Besitzer des Pucks, der am nächsten am Haupt-Bullypunkt landet. "Da gehört natürlich immer etwas Glück dazu", sagt Maria Plötner, die sich oft am Puckwerfen beteiligt, nun aber erstmals einen Preis gewonnen hat. Sie durfte dabei selbst festlegen, welcher Profi zum "Meet & Greet" am Tisch sitzen soll. Die Entscheidung ist - aus den eingangs erwähnten Gründen - schnell auf Patrick Pohl gefallen.

1325 Zuschauer haben am Freitagabend das Spiel gegen den amtierenden Meister aus Hessen verfolgt. Damit waren wieder etwas mehr Leute als zuletzt gegen Freiburg (926) und gegen Kaufbeuren (1097) im Kunsteisstadion im Sahnpark. Trotz der Niederlage und der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive hat Trainer John Tripp ein positives Fazit gezogen. "Ich bin mit der Leistung meiner Jungs zufrieden. Der erste und zweite Gegentreffer ist jeweils nach einem individuellen Fehler gefallen. Das vierte Tor war nach einem Bully. So etwas kann im Eishockey passieren", sagte der Ex-Nationalspieler, der zwischen den Pfosten erneut Henning Schroth eine Einsatzchance gegeben hat. Der Keeper war bei allen vier Gegentreffern ohne Abwehrchance. Huskies-Trainer Rico Rossi sagte zur Partie: "Im ersten Drittel war wir zu offen. Ab dem zweiten Abschnitt sind wir besser in Schwung gekommen und haben die routiniertere Spielanlage gezeigt. In Crimmitschau ist es nie leicht zu gewinnen."

Maria Plötner ist überzeugt, dass die Mannschaft trotz einer verkorksten Saison in den Play-downs noch den Klassenerhalt schaffen kann. "John Tripp hat in den letzten Wochen etwas System reingebracht. Im Team scheint es wieder zu stimmen", begründet die Eispiraten-Anhängerin ihre Zuversicht. Sie nahm am Dienstagabend auch an einem Treffen zwischen Verantwortlichen und Fans in der Sportsbar teil.

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