Titel vorzeitig verteidigt

In den Niederlanden hat Max Enderlein aus Hohenstein-Ernstthal erneut die Internationale Deutsche Motorrad-Meisterschaft gewonnen. Im Vorjahr verlief des Rennen für ihn noch schmerzhaft.

Hohenstein-Ernstthal.

Mit einem eigentlich beruhigenden Vorsprung ist der 22-jährige Hohenstein-Ernstthaler Max Enderlein Ende vergangener Woche ins niederländische Assen gereist. 73 Punkte betrug das Polster in der Supersport-600-Klasse der Internationalen Deutschen Motorrad-Meisterschaft (IDM) auf den Tabellenzweiten. Bei noch 100 in den vier verbleibenden Rennen zu vergebenden Zählern konnte eigentlich nichts mehr schief gehen - doch ein etwas mulmiges Gefühl reiste mit.

Im Vorjahr war Enderlein in einer ähnlich guten Ausgangsposition, brach sich aber bei einem Sturz im Training das Schlüsselbein und musste beim Saisonfinale, eigentlich noch verletzt, die fehlenden Punkte zum Meistertitel einfahren - was knapp gelang. Diesmal ging bis zum ersten Rennen am Samstag alles glatt, bei dem Enderlein mit Platz3 alles klar machte. "Ich bin super happy, dass wir den Sack gleich im ersten Rennen zumachen konnten. Da fällt einem schon etwas Last von den Schultern", sagte der 22-Jährige. Bis kurz vor Schluss lag er in Führung, doch dann rutschten in der letzten Kurve noch zwei Fahrer an ihm vorbei. "Am Ende reichte Platz 3 vollkommen, um meine zweite Meisterschaft in Folge fix zu machen", sagte der alte und neue Deutsche Meister und wusste auch, bei wem er sich bedanken musste. "Nur gut, dass ich am Samstag schon durch war, denn im zweiten Rennen am Sonntag fabrizierte ich meinen ersten Sturz der Saison. Vielen Dank an meine Crew, das ganze Team, die Sponsoren und meine Familie, die mich in dieser Saison auch in schweren Zeiten super unterstützt haben."

Richtig gut lief es auch bei Paul Fröde, der wieder in den gleichen Rennen wie Max Enderlein, allerdings in der zahmeren Superstock-Kategorie, antrat. Im ersten Rennen fand er sich bald inmitten eines Dreikampfes um den dritten Platz wieder. "In der vorletzten Runde patzten zwei Gegner vor mir, sodass ich die beiden ausbeschleunigen und in der Schlussrunde Platz 3 verteidigen konnte. Damit war ich natürlich sehr zufrieden", sagte der 17-Jährige. Im zweiten Rennen kämpfte er um den Sieg. "Als ich mich etwas frei gefahren hatte, lag ich nur noch zwei Sekunden hinter dem Führenden und wollte nochmals richtig angasen. Dann bekam ich jedoch Armpump im rechten Unterarm, konnte aber Platz 2 halten. Das war trotzdem das i-Tüpfelchen auf dem Wochenende", sagte Fröde.

Gut, aber nicht ganz so gut, lief es für Moritz Jenkner, dem dritten Hohenstein-Ernstthaler im Bunde. Der 18-Jährige brauste als Siebenter der Superstock-Kategorie los und wurde im ersten Rennen in der ersten Kurve etwas eingeklemmt, wodurch er etliche Plätze verlor. Neun Ränge konnte er wieder aufholen und kam zumindest auf Platz 7 ins Ziel. "Für das zweite Rennen nahm ich mir Rang 5 vor, was dann auch klappte", sagte Jenkner. Mit seiner persönlichen Bestzeit lag er knapp hinter dem Viertplatzierten. "Ich weiß, dass ich mehr kann, doch auch mir bereitete mein Arm wieder starke Probleme", sagte er. Bei den IDM-Seitenwagen belegten der Bayer Josef Sattler und sein "Schmiermaxe" Uwe Neubert aus St. Egidien den dritten Platz.

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