Torhüter lässt VfL weiter hoffen

Marco Pohl hat im Relegations-Hinspiel um den Verbleib in der Fußball-Oberliga einen Handelfmeter pariert. Das 1:1 in Wismar war jedoch Verdienst der gesamten Hohenstein-Ernstthaler Mannschaft. Die will es nun am Sonntag zu Hause richten.

Hohenstein-Ernstthal.

Mit einem 1:1 ist der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal von der langen Reise nach Wismar zurückgekehrt. Nach dem Remis am Mittwochabend hat er nun am Sonntag, 14 Uhr die Möglichkeit, den Verbleib in der Oberliga doch noch zu schaffen. An der Ostsee konnten die Karl-May-Städter, die allesamt Urlaub für das Spiel nehmen mussten, mit starken Leistungen überzeugen. "Es war zudem ein mutiger Auftritt gegen einen unbequemen und vor allem physisch starken Gegner", sagt Trainer Steve Dieske, der vor allem die starke Umsetzung der kämpferischen und läuferischen Grundtugenden lobte.

Auch Teammanager Heiko Fröhlich war zufrieden. "Es hat nicht nur die Einstellung auf dem Platz gestimmt. Die Mannschaft war auch bei der Vorbereitung hoch konzentriert", sagte er über das nicht alltägliche Mittwochspiel in 500 Kilometer Entfernung. Der VfL war bereits am Dienstag an die Ostsee gefahren, um sich nach einer Übernachtung gezielt auf die Partie vorzubereiten. Der Start in die Partie gelang dann auch sehr gut. Unter anderem hatten Maik Georgi (14.) und Christopher Wittig (15.) gute Chancen. Die Gastgeber, die als Vorletzter der Oberligastaffel Nord im Saisonverlauf vor allem in der Offensive Probleme hatten, kamen erst nach einer knappen halben Stunde besser ins Spiel. In die Pause ging es letztlich jedoch mit einem 0:0.

Kurz nach dem Seitenwechsel legte der VfL vor. Bei einem Angriff kam Florian Stier nach starkem Zuspiel von Kai Enold an den Ball und wurde im Strafraum regelwidrig gestoppt. Den folgenden Elfmeter verwandelte Philipp Colditz zur VfL-Führung (50.). Wenig später musste Abwehrmann Erik Fischer verletzt vom Platz. Für ihn kam Felix Kunert. Wismar erhöhte nach dem Rückstand den Druck. Nach einem Freistoß erzielte Kelvin Odichukwumma Igweani den Ausgleich (72.).

Wenig später wurde es hektisch. In der 75. Minute pfiff der Schiedsrichter ein vermeintliches Handspiel von VfL-Kicker Christopher Wittig im Strafraum. "Das war eine dieser Entscheidungen, über die regelmäßig intensiv diskutiert wird", sagte Teammanager Heiko Fröhlich, der keine Bewegung der Hand zum Ball sah, aber solche Szenen und Pfiffe auch im Profifußball regelmäßig sieht. Über die Entscheidung beschwerte sich VfL-Kapitän Kai Enold offenbar zu ungestüm und sah die rote Karte. Unbeeindruckt von der Hektik war Torhüter Marco Pohl. Der Futsalspieler ersetzte Pavel Petkov im Tor und parierte den gut geschossenen Strafstoß mit einer Glanzparade. "Die Ecke wusste ich sofort", sagte Pohl. Er zeigte auch insgesamt eine starke Leistung und gab dem Team Sicherheit. Er war mit dem Auftritt in Wismar zufrieden: "Teamgeist und Aggressivität waren hervorragend. Spielerisch war natürlich Luft nach oben."

Marco Pohl soll laut Heiko Fröhlich auch am Sonntag im Rückspiel im Tor stehen. Fehlen wird wegen seiner roten Karte Kapitän Kai Enold, der in der gesamten Saison eine Stütze des Teams war. "Wir werden da eine Variante finden", sagt Fröhlich. Hinter dem einen oder anderen Spieler steht außerdem ein Fragezeichen. Vor dem Relegations-Rückspiel findet ab 11.15 Uhr das Kreisliga-Stadtderby zwischen der zweiten VfL-Vertretung und dem Wüstenbrander SV statt.

Oberliga Rückspiel der Relegation: Sonntag, 14Uhr: VfL Hohenstein-Ernstthal - FC Anker Wismar (Kunstrasenplatz Hot-Sportzentrum)

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