Torreiches Vorbereitungsspiel in Neuplanitz

Fünf Wochen vorm Start der 2. Bundesliga haben sich die Handballerinnen des BSV Sachsen in zwei Testvergleichen einer Belastungsprobe unterzogen.

Breitenbrunn/Zwickau.

Für Rüdiger Bones, den neuen Trainer, war es sehr aufschlussreich. Am Freitagabend haben seine Schützlinge im Sportzentrum Rabenberg gegen die deutsche U-18-Nationalmannschaft, die sich derzeit auf die Juniorinnen-Weltmeisterschaften in Polen vorbereitet, mit 18:29 (13:15) den Kürzeren gezogen. Am Sonnabendmittag bezwang der BSV Sachsen in der Sporthalle Neuplanitz den Frankfurter HC, Vorjahressechster der 3. Liga Nord, klar mit 37:21 (18:7).

Einige Besucher waren irritiert, weil sieben Spielerinnen nicht ihre eigentlichen Trikotnummern trugen, sondern mit anderen Dressen aufliefen. Isa-Sophie Rösike strampelte am Rande auf dem Ergometer. Sie ist nach ihrer ausgekugelten Schulter zwar schmerzfrei, es soll jedoch erst das Ergebnis vom MRT abgewartet werden. Stefanie Hopp fehlte arbeitsbedingt.

Ela Szott, seit Mittwoch aus dem Dänemark-Urlaub zurück, stand die erste Halbzeit zwischen den Pfosten und zeigte ein paar glänzende Paraden; nach der Pause ging Magdalena Bosneac ins Tor. Alisa Pester brachte ihr Team nach 68 Sekunden in Führung. Den Oderstädterinnen gelang zweimal der Ausgleich, ehe der BSV mit einer 8:1-Trefferserie auf 10:3 enteilte (13.). Marcela Šplechtová agierte auf der Aufbau-Mitte-Position als kluge Verteilerin. Sie bewies Übersicht, war aber manchmal zu uneigennützig - so gab die 27-Jährige in freier Wurfposition nochmal ab, anstatt selbst einzunetzen.

Nach der Pause gab Jasmin Helen Müller, Neuzugang vom SC Markranstädt, auf Rückraum links ihr Neuplanitz-Debüt. Die Zwickauerinnen schraubten den Vorsprung auf 16 Tore (26:10/39.). Dann hielt der FHC stärker dagegen, reduzierte zwischenzeitlich den Abstand ein wenig (28:14/44.). Als der BSV es phasenweise mit einer siebenten Feldspielerin versuchte und die Torhüterin herausnahm, schlug es zweimal im verwaisten Kasten ein (49., 54.). "Es ist ein probates Mittel. Es geht immer mal schief. Deshalb lasse ich mich nicht davon abbringen, das zu trainieren", erklärte Rüdiger Bones. "Die Mädels müssen es ja lernen." Den Schlusspunkt setzte für die Gäste Svjetlana Kresovic.

Alle eingesetzten BSV-Spielerinnen trugen sich in die Torschützenliste ein, vom Siebenmeterpunkt gab es eine hundertprozentige Trefferquote - anders als die Frankfurterinnen, die einmal drüber und einmal daneben warfen. "Was für mich erfreulich war, dass wir an die gute erste Halbzeit vom Freitagabend anknüpfen konnten - in punkto Spielführung und gruppentaktische Umsetzung, gerade gegen eine offensive Abwehr. Das ist uns gut gelungen", lobte Rüdiger Bones. "Wir haben trotzdem noch viel Arbeit."

Eine gute Nachricht: BSV-Torhüterin Charley Zenner gehört zum Aufgebot für die U-18-WM. Zum Auftakt muss das deutsche Team in der Vorrundengruppe A am Dienstag in Kielce gegen Österreich ran, das nach der Absage von Brasilien kurzfristig nachgerückt ist.

Statistik BSV Sachsen: Szott, Bosneac; Müller (1), Kallenberg (2), Kracht (3), Pavlovic (11/5), Splechtova (3), Bolze (6), Nagy (2), Choinowski (5/3), Pester (4)

Tore gegen DHB-Auswahl: Choinowski (8). Pavlovic (7), Müller, Kracht, Nagy (je 1)

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