Trainer greift durch

Eishockey: Spieler bekommen "Denkpause" verordnet

Weisswasser.

Diskussionsstoff hat es nach dem Sachsenderby in der DEL 2 zwischen den Lausitzer Füchsen und den Eispiraten Crimmitschau um eine Szene in der 37. Minute gegeben. Eispiraten-Stürmer Mark Lee fuhr Füchse-Keeper Konstantin Kessler um. Danach hat Füchse-Verteidiger Nick Bruneteau die Fäuste rausgeholt und den am Boden liegenden Offensivmann attackiert. Dafür zog er auch die Handschuhe aus.

Schiedsrichter Alfred Hascher (Miesbach) schickte Lee für sechs Minuten und Bruneteau für vier Minuten in die Kühlbox. Letztgenannter wollte auf dem Weg zur Strafbank sogar noch Eispiraten-Keeper Ryan Nie provozieren. "Vielleicht habe ich nicht lange genug Eishockey geschaut und muss noch einmal in das Regelbuch schauen", sagt Eispiraten-Trainer John Tripp, der fast 600 Partien in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) absolviert hat, mit Galgenhumor. Sein Team lag zu diesem Zeitpunkt mit 1:3 zurück und kassierte im Powerplay nach der umstrittenen Verteilung der beiden Strafzeiten den vierten Gegentreffer.

Die 2501 Zuschauer sahen eine Partie auf niedrigem Niveau. Die Mannschaft aus Crimmitschau kassierte eine 3:5 (1:3, 0:1, 2:1)-Niederlage. In der Schlussphase des ersten Drittels griff John Tripp, der nur 16Feldspieler zur Verfügung hatte, zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Er schickte zwischenzeitlich nur zwei Blöcke auf das Eis. "Am Ende des ersten Drittels haben fünf Spieler nicht gespielt, weil ihre Leistung nicht gut genug war", sagte der Trainer in der Pressekonferenz. Die Namen der Profis, die eine "Denkpause" verordnet bekommen haben, wollte Sportchef Ronny Bauer gestern nach Rücksprache mit dem Übungsleiter nicht nennen.

Die Treffer für das Team aus Crimmitschau erzielten Mark Lee (2) und Jason Pinizzotto. (hof)

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