Trainer hofft zum Abschied auf den Aufstieg in die Verbandsliga

Die Handballerinnen der HSG Langenhessen/Crimmitschau haben die abgebrochene Bezirksligasaison als Staffelsieger beendet. Für den Sprung nach oben fehlt damit aktuell noch die Zusage des Verbandes.

Langenhessen.

Jörg Erler stand in den vergangenen Jahren mit den Handball-Frauen der HSG Langenhessen/Crimmitschau schon mehrmals vor der Möglichkeit, in die Verbandsliga aufzusteigen. "Da waren wir jedes Mal nur in der Rolle des Nachrückers. Jetzt würden wir als sportlicher Aufsteiger eine Liga höher klettern", sagt der langjährige Trainer, der sich seinen Abschied von der Mannschaft um Ulrike Heinrich und Linda Zill schon ein wenig anders vorgestellt hätte.

Er beendet nach 15 Jahren seine Trainerlaufbahn. "Abgesehen von dem vorzeitigen Ende der Punktspielsaison in der Bezirksliga, wäre ich mit meinen Mädels auch gerne noch ins Endspiel des Bezirkspokals gezogen", sagt der Crimmitschauer, der künftig seine Arbeit als Schulleiter sowie sein Engagement als Stadtrat und im Vorstand eines Berufsausbildungsvereins im Vordergrund sehen will. An seine Stelle treten mit Sophie Fritsch und Julia Sander zwei ehemalige HSG-Spielerinnen, die aus Verletzungsgründen früh das Handtuch werfen mussten. Beide standen in der vergangenen Saison bereits an der Seite von Jörg Erler und sammelten erste Erfahrungen auf der Trainerposition.

Ob Sophie Fritsch und Julia Sander mit der HSG Langenhessen/ Crimmitschau in der kommenden Spielserie wirklich in der Verbandsliga auf Punktejagd gehen werden, hängt von der noch ausstehenden Entscheidung des Handballverbandes Sachsen ab. "Wir haben unsere Bereitschaft erklärt, als Tabellenerster den Aufstieg wahrzunehmen. Aber die 100-prozentige Zusage vom Verband fehlt noch", sagt Jörg Erler.

Mit der Leistung seiner Mannschaft, die bis zum Saisonabbruch im März in 15 Spielen elf Siege und ein Unentschieden erreichte und damit knapp vor dem HC Fraureuth lag, war der Trainer trotz einiger nicht eingeplanter Punktverluste überaus zufrieden. Schließlich spielt der Stamm der HSG-Frauen bereits seit einigen Jahren zusammen. Mit Jessica Büttner vom HC Fraureuth und mit Natalie Fiedler aus dem eigenen Nachwuchs gab es lediglich zwei Neuzugänge, von denen letztere auf Anhieb mit ihren 82 Treffern die erfolgreichste HSG-Werferin der Saison wurde. Die Torjägerin wird in der kommenden Saison beim HC Glauchau/Meerane spielen. "Ansonsten bleibt die Mannschaft zusammen, sodass sich Sophie und Julia über den Sommer weniger um die Zusammensetzung des Kaders kümmern müssen", freut sich Jörg Erler.

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