Trainer setzen auf Miteinander

Seit ein paar Wochen leiten Martin Schmidt und Knut Gehring die Übungseinheiten bei den Handballern der HSG Sachsenring. Zunächst stand das Engagement noch unter Vorbehalt.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Handballer der HSG Sachsenring haben nicht nur einen neuen Trainer, sondern gleich zwei. Denn Knut Gehring (50) und Martin Schmidt (35) sind gleichberechtigt für das Team zuständig und treten gemeinsam die Nachfolge von Thomas Sabin an. Er war seit 2015 Trainer, legte sein Amt aber aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen nieder.

Die beiden Neuen an der Seitenlinie kennen sich schon ein paar Jahre. "Wir ergänzen uns sehr gut", sagt Knut Gehring, der viele Jahre beim SSV Chemnitz-Rottluff als Trainer aktiv war. Selbst hat er nie aktiv Handball gespielt, übernahm aber verschiedene Aufgaben, als sein Sohn bei den Chemnitzern mitmachte. Mit entsprechendem Interesse und viel Motivation bildete sich Gehring, der als Bauingenieur im Bereich Holzbau tätig ist, kontinuierlich weiter und führte den Rottluffer Nachwuchs bis in die Sachsenliga. In der zweiten Männermannschaft des Chemnitzer Vereins war er dann zusammen mit Martin Schmidt tätig. Beide stellten schnell fest, dass das auch ohne eine klare Hierarchie von Chef- und Co-Trainer gut funktioniert.

"Jeder hat bestimmte Bereiche, für die er zuständig ist - im Training und auch im Spiel", sagt Schmidt, der aus Hoyerswerda stammt. Bis zur Sachsenliga der A-Jugend hat er aktiv gespielt, war schon als Jugendlicher Nachwuchstrainer und später auch zehn Jahre lang Schiedsrichter in der Sachsenliga der Herren. Nach Chemnitz kam er durch das Studium. Heute ist er für einen Autovermieter tätig.

Bei der HSG Sachsenring sind die beiden schon seit einigen Wochen aktiv. Zunächst war das noch unter Vorbehalt, denn erst einmal sollten sich Trainer und Team kennenlernen. Doch es war schnell klar, dass es mit einer dauerhaften Zusammenarbeit klappen sollte. "Es ist eine wirklich gute und motivierte Truppe. Das Fitnesslevel war schon richtig gut", lobt Knut Gehring, der froh ist, dass nun wieder richtig trainiert werden kann. Er will unter anderem an neuen Abwehrstrategien arbeiten, aber genauso auch an den individuellen Fähigkeiten und der Ballsicherheit. Deshalb spielt der Ball auch schon in der Vorbereitung eine große Rolle. Erste und zweite Männermannschaft der HSG trainierten viel gemeinsam, denn ein gutes Miteinander und gegenseitige Unterstützung der Teams sehen die beiden Trainer als sehr wichtig an. "Wir wollen mit einem 14er-Kader in die Saison gehen. Die Spieler können sich dafür empfehlen", sagt Schmidt.

Die Ziele sind ehrgeizig: Die erste Männermannschaft der HSG Sachsenring, die nach dem Saisonabbruch als Tabellenführer in die Verbandsliga aufsteigen konnte, soll dort den Klassenerhalt schaffen. Die Reserve spielt Kreisliga, liebäugelt aber mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse.

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