Trainer setzt auf Leidenschaft

Der VfL 05 kämpft in der Fußball-Oberliga um den Klassenerhalt. Ein neuer Mann auf der Trainerbank soll es richten.

Hohenstein-Ernstthal.

Am heutigen Mittwoch werden die Oberligafußballer des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal erstmals von Steve Dieske trainiert. Der 39-Jährige tritt die Nachfolge von Russi Petkov an, der nach der Winterpause nicht die erhofften Punkte holte. Durch die 0:1-Niederlage beim Letzten Zorbau ist der VfL 05 mit 17 Punkten jetzt Vorletzter, kann aber den VfL Halle (19) sowie Askania Bernburg, Ludwigsfelder FC, VFC Plauen (je 20) und Einheit Rudolstadt (21) noch einholen.

"Es wird eine schwierige Aufgabe, aber ich glaube, die Mannschaft hat das Potenzial für den Klassenerhalt. Ansonsten hätte ich das Amt nicht übernommen", sagt Dieske, der den VfL beim Heimspiel gegen Inter Leipzig beobachtet hatte. Das Team sei fit und nach den ersten Trainingseindrücken will der Frankenberger entscheiden, an welchen Stellschrauben er drehen muss. Eine grundsätzliche Neuausrichtung sei aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr möglich. "Es sind ja nur noch elf Spiele, da läuft uns die Zeit davon", sagt der Übungsleiter, der bis zum Jahreswechsel beim SV Olbernhau tätig war und den Verein aus der Landesklasse in die Sachsenliga geführt hatte. Zuvor trainierte er mehrere Jahre den BSC Freiberg. Selbst hat Dieske nur bis zum 24. Lebensjahr Fußball gespielt, so in der Bezirksliga in Chemnitz und Freiberg. Dann beendete eine Knieverletzung seine Laufbahn. "Ich setzte auf Emotionen und Leidenschaft. Da muss man auch als Trainer vornweg gehen", sagt Dieske, der an der Seitenlinie durchaus auch lauter werden kann. Beruflich ist der Frankenberger selbstständig im Bereich Sportmarketing tätig und kennt den VfL und seinen Präsidenten Heiko Fröhlich schon seit Jahren. "Es ist beachtlich, was hier aufgebaut wurde", betont der neue Trainer.

Sein Vorgänger Russi Petkov bedauerte die Trennung, weiß aber auch, dass es im Fußballgeschäft so läuft. "Ich bin ein Kämpfertyp, aber es ist verständlich, dass der Verein einfach versucht, neue Impulse zu setzen", sagt Petkov, der im Herbst 2016 Chef-Trainer wurde, nachdem er zuvor vor allem für das Torhütertraining verantwortlich war. Am Montag verabschiedete er sich vom Team, will sich aber noch Partien anschauen. Dass der VfL den Klassenerhalt schaffen kann, glaubt auch Petkov. "Die Mannschaft hat oft genug gezeigt, dass sie das Leistungsvermögen hat", sagt er. Probleme seien aber die individuellen Fehler und die mangelnde Cleverness vor dem Tor gewesen. "Das Glück der vergangenen Saison hat gefehlt", sagt der 42-jährige Ex-Profi, der im Sommer mit dem VfL Sachsenmeister wurde.

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