Trainer-Sohn verstärkt Oberlungwitz

Der Name Schreiter wird bei den Landesklasse-Fußballern des OSV künftig doppelt auftauchen. Dabei gilt der Vater als strengster Kritiker des Angreifers.

Oberlungwitz.

Von Trainingseinheiten oder gar Punktspielen in der Landesklasse kann René Schreiter als Trainer des Oberlungwitzer SV wie alle anderen Amateurkicker aktuell nur träumen. Doch wenn es irgendwann wieder losgeht, taucht der Name Schreiter in der Spielstatistik nicht mehr nur unter Trainer auf, sondern auch bei den Spielern. Der OSV hat den 24-jährigen Stürmer Lukas Schreiter, der zuletzt in Stollberg aktiv war, verpflichtet. Er ist der Sohn von René Schreiter.

"Ich war immer sein strengster Kritiker", sagt der Trainer, der kein Problem in der neuen Konstellation sieht. Den Werdegang seines Sohnes hat er hautnah verfolgt. In Hohenstein-Ernstthal spielte Lukas Schreiter im Nachwuchs mit vielen heutigen Oberlungwitzer Spielern, wechselte 2012 zum Chemnitzer FC und konnte mit der U 23 Oberligaerfahrung sammeln. Es folgte eine Station beim Bischofswerdaer FV, ehe es zurück in die Heimat zum FC Lößnitz und dann nach Stollberg ging.

"Ich sehe Lukas als einen wichtigen Baustein im Sturmzentrum, der uns noch gefährlicher machen wird", sagt Frank Wüstner, Teammanager der Oberlungwitzer, der Lukas Schreiter aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer in Hohenstein-Ernstthal kennt und ihn nun nach Oberlungwitz gelotst hat. Mit seiner Mentalität sowie den taktischen und technischen Fähigkeiten, die sich der Stürmer bei den höherklassigen Vereinen angeeignet hat, soll er den OSV weiter verstärken. Mit einem Altersschnitt von unter 23 Jahren haben die Oberlungwitzer ein junges, technisch sehr versiertes Team beisammen. Nur Moritz Schneider, der zuletzt nicht zum Stammkader der ersten Mannschaft gehörte, hat zum Jahreswechsel den Verein verlassen. Vor der Saisonunterbrechung standen in sieben Spielen drei Siege sowie jeweils zwei Niederlagen und Unentschieden zu Buche. Das bedeutet in der Landesklassentabelle aktuell Platz 6.

Genau ausgewertet hat René Schreiter die Spiele längst. Denn während der Partien macht er nicht nur umfangreiche Notizen über die Aktionen der eigenen Kicker und der gegnerischen Spieler. "Das Ganze arbeite ich dann auch am Computer auf. Da kann man sich nach einigen Spielen wirklich viel daraus nehmen", sagt Schreiter. Passgenauigkeit, Zweikampfwerte oder individuelle Patzer lassen sich so analysieren. Das ergibt dann zum Beispiel, dass Luca Winter als fleißiger Arbeiter im Mittelfeld trotz eher durchschnittlicher Körpergröße eine Top-Kopfballquote hat und versucht, Situationen spielerisch zu lösen.

Martin Falke oder Pierre Grabandt wiederum glänzen meist mit einer überdurchschnittlichen Passquote. "Insgesamt fällt aber auf, dass wir sehr konstant besetzt sind", sagt René Schreiter. Baustellen seien individuelle Patzer in der Defensive und die Effektivität vor dem Tor. Derzeit halten sich die Spieler selbst fit oder absolvieren mit digitaler Verbindung gemeinsame Einheiten. René Schreiter kann sogar per Handy-App prüfen, ob die Kicker die geforderten Läufe absolviert haben.

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