Trainer und Mentor aus Leidenschaft

Thomas Schwinger vom ESV Zwickau wurde im Mai für seine ehrenamtliche Tätigkeit im Verein vom DFB ausgezeichnet. Für ihn bringt die Arbeit als Übungsleiter aber mehr mit, als nur Fußball zu spielen.

Zwickau.

So eine Auszeichnung kommt nur wenigen zuteil. Aber Thomas Schwinger vom ESV Lok Zwickau hat sie bekommen: Den DFB-Ehrenamtspreis für seine vorbildliche und unermüdliche Arbeit beim ESV. "Natürlich fühle ich mich geehrt. Aber ich würde den Preis gerne zu gleichen Teilen meinem Mitarbeiterstab widmen. Ohne ihn würde nichts funktionieren", sagt Thomas Schwinger, der sich seit 15 Jahren ehrenamtlich beim ESV engagiert. Seit sieben Jahren leitet er darüber hinaus die Fußballnachwuchsabteilung des ESV und trainiert zudem noch die A-Junioren.

Trotz der zeitaufwendigen Arbeit denkt Schwinger noch lange nicht ans Aufhören. "Es ist wie ein zweiter Vollzeitjob. Ohne das Verständnis meiner Familie könnte ich das in dieser Form nicht machen. Aber solange mir die Arbeit Spaß macht und ich das Gefühl habe, den Draht zu den Jugendlichen nicht zu verlieren, mache ich weiter", so Schwinger. Trotz aller Freude ist er sich auch der Verantwortung bewusst, die er für die Kinder und Jugendlichen des ESV trägt: "Ich bin ja nicht einfach nur Trainer, sondern auch ein Stück weit Erzieher. Vor allem was Tugenden wie Teamfähigkeit, Pünktlichkeit oder gesellschaftliches Miteinander angeht. Da legen wir als Verein großen Wert drauf."

Von seiner Nominierung habe er erst erfahren, als ein Schreiben samt Einladung vom DFB aus Frankfurt bei ihm zu Hause eintraf. "Unser Vereinspräsident, so habe ich später erfahren, hat mich beim DFB vorgeschlagen. Ich wusste von nichts, war aber natürlich freudig überrascht", so Schwinger.

Mit dem Schreiben wurden er und elf andere Ehrenamtler auf ein dreitägiges Wochenende in Dresden eingeladen. "Das war eine rundum tolle Geschichte", sagt Schwinger. Neben einer Stadtführung und einer Kabarettveranstaltung stand auch eine Weinverkostung auf Schloss Wackerbarth auf der Tagesordnung. Nach der eigentlichen Veranstaltung am Sonntag, bei der der Präsident des Sächsischen Fußball-Verbandes Hermann Winkler und Andreas Schumann, ein Vertreter des Innenministeriums, anwesend waren, ging es zum Abschluss zur Zweitligapartie Dynamo Dresden gegen SC Paderborn. Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war, dass die Preisträger ihre Partner nicht mitnehmen konnten. "Vielleicht hätte man das Wochenende um einen Tag kürzen und dafür die Partner mitnehmen können. Denn die müssen viel zurückstecken und hätten es verdient. Nichtsdestotrotz habe ich mich für meine Arbeit wertgeschätzt gefühlt - und das war sehr schön", so Schwinger.

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