Traumwetter belohnt die Organisatoren

Bei besten Bedingungen ging am Sonntag der 7. Zwickau Triathlon über die Bühne. Das freute nicht nur die jüngsten Teilnehmer.

Zwickau.

Strahlender Sonnenschein, Temperaturen über 20 Grad Celsius sowie viele zufriedene Gesichter auf und abseits der Strecke - rund um die Glück-Auf-Schwimmhalle herrschte am Sonntag den ganzen Tag über beste Stimmung beim 7. Zwickau Triathlon. Im Vergleich zum Vorjahr war Organisationsleiter Wolfgang Hertrampf vor allem froh über die warmen Temperaturen: "Für uns ist ganz wichtig, dass das Thermometer auf über 14 Grad Celsius klettert. Nur dann können wir die Kinder vom Schwimmen in der warmen Halle draußen aufs Rad wechseln lassen." Das war am Sonntag kein Problem, auch weil es für die jüngsten Starter erst nach dem Mittag ernst wurde.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Franziska Karl ihr Rennen schon geschafft. Die Sportlerin der SG Adelsberg aus Chemnitz sicherte sich am Vormittag nach 2018 erneut den Sachsenmeistertitel auf der Sprintdistanz. "Bei den Männern war es glaube ich auf dem Rad noch etwas kühl, aber bei uns Mädels wurde es zunehmend angenehmer von den Temperaturen her. Mir hat es heute wieder sehr gut gefallen hier, der Wettkampf ist immer gut organisiert und super schön", sagte Karl nach der Siegerehrung. Ganz begeistert von der Veranstaltung zeigte sich auch Petra Tamme. Die 61-Jährige aus Gießen feierte in Zwickau ihre Triathlonpremiere. Ursprünglich sollte das in Köln Anfang des Monats passieren, dort wurde die Veranstaltung aber kurzfristig abgesagt. "Ich habe dann einfach im Wettkampfkalender geschaut, wo noch etwas stattfindet. Und da habe ich von Zwickau gelesen. Ich war zwar noch nie hier, aber das hat einfach gepasst", erzählte Tamme, die auf der Olympischen Distanz an der Start ging.

Auf der mit 1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen längsten Strecke der Veranstaltung war auch Stefan Bauer vom SV Zwickau 04 zum ersten Mal dabei - allerdings nur als Sportler. In den vergangenen Jahren gehörte der 48-Jährige aus Mosel gemeinsam mit Ehefrau Viola stets zum rund 150-köpfigen Helferteam. Diesmal ging es für ihn erst auf die Strecke und dann zum Helfen. Der Heimwettkampf war für Bauer ebenso wie für zwei weitere Athleten im Starterfeld der letzte Test vor dem Ironman im Oktober auf Hawaii. "Es hat alles sehr gut funktioniert, besser geht es fast nicht. Ich bin froh, dass ich mich hab überzeugen lassen hier zu starten", sagte Stefan Bauer nach seinem Rennen. Auch das für ihn ungewohnte Schwimmen im Becken mit mehreren Sportlern auf einer Bahn funktionierte laut Bauer ohne Probleme: "Wenn man sich da im Vorfeld ein bisschen abspricht, klappt das schon. Ich muss sagen, aus Athletensicht sind die Bedingungen echt super."

Solches Lob dürfte für die Organisatoren um Wolfgang Hertrampf schön sein zu hören. Nachdem die Verlagerung der Wechselzone unmittelbar an das Veranstaltungsgelände an der Schwimmhalle im vergangenen Jahr gut ankam bei den Teilnehmern, wartete der Triathlon auch diesmal mit einer Neuerung auf. "Jeder Sportler kann sich im Nachgang auf der Ergebnisseite im Internet das Video von seinem Zieleinlauf kostenlos herunterladen", erzählte Hertrampf, der vor einigen Jahren die Idee für den Wettkampf hatte. Neu bei der siebten Auflage war zudem die Kooperation mit dem FSV Zwickau. So gab es am Sonntag für alle Teilnehmer im Alter bis zu zwölf Jahren eine Freikarte für ein Heimspiel des Fußball-Drittligisten. Zudem dürfen die jeweils elf besten Starter des Kinder- und des Junior-Triathlon am 30. September die Fußball-Profis gegen Viktoria Köln als Einlaufkinder auf den Platz führen.

Alle Ergebnisse des Triathlons sind auf der Internetseite der Veranstaltung zu finden: www.zwickauer-triathlon.de


"Steigerung zum Vorjahr"

Als Organisationsleiter ist Wolfgang Hertrampf (Foto) beim Zwickau

Triathlon der Chef. Mit ihm sprach

Anika Heber nach dem Wettkampf.

Freie Presse: Sind Sie zufrieden mit der 7. Auflage?

Wolfgang Hertrampf: Es gibt natürlich immer Kleinigkeiten, die man verbessern kann. Aber es war heute eine weitere Steigerung zum Vorjahr, mit mehr als 600 Teilnehmern haben wir einen neuen Rekord.

Gibt es bei den Starterzahlen denn noch Luft nach oben?

Ein wenig schon. In diesem Jahr hatten wir neun Wellen beim Schwimmen, wo jeweils bis zu 64 Sportler gleichzeitig im Becken sind. Das könnten wir zeitlich noch ein wenig ausdehnen.

Wie groß ist das Helferteam, das Ihnen beim Triathlon zur Verfügung steht?

Insgesamt sind wir so 150 Leute. Die kommen nicht nur aus Zwickau und Umgebung, da sind sogar Helfer aus Leipzig dabei.

Der Familientriathlon stand zum ersten Mal auf dem Programm, die Resonanz aber war gering. Ist das schlimm?

Nein überhaupt nicht. Solche neuen Formate müssen langsam anlaufen und sich erst einmal rumsprechen.

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