Unerwarteter Doppelpunktgewinn

Kegeln, 2. Bundesliga Nord: VfB Eintracht Fraureuth besiegt Rot-Weiß Zöllnitz

Fraureuth.

Mit einem 5294:5157- Sieg gegen den KSV Rot-Weiß Zöllnitz ist der VfB Eintracht Fraureuth in seine zweite Saison der 2. Bundesliga Nord der Deutschen Classic-Kegler-Union (DCU) gestartet.

Schnell entspann sich der erwartete offene Schlagabtausch. Nachdem die Gäste während der ersten 100 Wurf leicht in Führung gingen, bekamen die Hausherren das Spiel immer besser in den Griff. Den anstürmenden Zöllnitzer Heiko Brenn, der mit 905 Treffern den Bestwert seines Teams erzielte, konnte der Fraureuther Youngster Alec Werler mit einem Schlussspurt von 476 Holz auf seinen zweiten 100 Wurf noch abfangen und seinerseits 910 Punkte in die Wertung bringen.

Dagegen lieferte sich Reiner Schumann mit seinem Kontrahenten ein Duell auf mäßigem Niveau. Mit 817 Punkten machte er immerhin noch zwölf Zähler gut. Das VfB-Sextett führte nach dem ersten Drittel mit 19 Kegeln. Danach entwickelte sich das Match auf höchster Ebene. Alle vier Akteure zeigten Kegelsport vom Feinsten, doch auch hier waren die Gastgeber permanent einen Tick besser. Obwohl Michael Plachy (883) und Ralph Thiele (893) für die Thüringer zwei Topwerte erzielten, baute die Eintracht den Vorsprung kontinuierlich aus. Armin Sonntag hat offensichtlich seine vorjährige Heimdurststrecke überwunden und schrammte mit 891 Holz nur knapp an der 900er Schallmauer vorbei. Martin Weber spulte mit absoluter Konstanz (235 - 233 - 232 - 222) sein Pensum ab und brillierte mit 922 Kegeln.

Das 54-Punkte-Polster vor dem Schlussdurchgang war jedoch noch lange kein Ruhekissen. Erst als Benny Wiesenthal mit einer 243er-Bahn in sein Match startete, schienen die Gäste ihre Felle davonschwimmen zu sehen. Nach seiner zweiten Bahn und einem Zwischenresultat von 481 Zählern war dann die Moral der Zöllnitzer bei einer Differenz von 117 Kegeln gebrochen. Während Wiesenthal, getragen von 341 Abräumern, mit 930 Treffern das höchste Ergebnis des Spiels markierte, konnte sich Willy Schumann eine 824 erlauben, ohne den Sieg seiner Mannschaft zu gefährden.

Der am Ende doch recht sichere Erfolg überraschte auch Eintracht-Kapitän Armin Sonntag. "Dass wir schon in der Lage sind, vier Spieler an oder über die 900er Marke zu bringen, war nach der etwas holprigen Vorbereitung so nicht zu erwarten. Das sind zwei Punkte, die doch überraschend waren, da die Gäste als eines der auswärtsstärksten Teams der Liga gelten." (rsan)

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