Verein setzt weiter auf Vielfalt

Der ESV Lok Zwickau ist mit 2380 Mitgliedern die klare Nummer 1 der regionalen Sportszene. Bei der Jahreshauptversammlung ging es aber nicht nur um Zahlen und Wahlen.

Zwickau.

Die drei Buchstaben ESV sollen auch künftig nicht nur für den Eisenbahnersportverein stehen, sondern genauso für einzigartige sportliche Vielfalt. Das ist bei der Delegiertenversammlung des Vereins am Freitagabend im Veranstaltungssaal des Hauses der Sparkasse in Zwickau deutlich geworden. "Der Verein ist finanziell gesund. Die sportliche Bilanz kann sich sehen lassen. Und die Vielfalt spielt eine große Rolle. Wir haben 51 Kader-Sportler von A- bis E-Status. Insgesamt sind in unseren 15 Abteilungen mehr als 250 Trainer, Übungsleiter, Manager und Betreuer tätig. Junge Übungsleiter werden aber gebraucht", sagte Lok-Präsident Roland Stangenberg, der im Laufe des Abend ebenso wie Vizepräsident und Schatzmeister Joachim Heß wiedergewählt wurde.

Zuvor hatte der Vereinsvorsitzende im Geschäftsbericht für 2019 bereits auf eine gute Bilanz verwiesen. So wurden 95 neue Mitstreiter für den ESV gewonnen, sodass die Gesamtmitgliederzahl nunmehr bei 2380 liegt. Im größten Sportverein der Stadt und des Landkreises Zwickau sind 532 Kinder und Jugendliche organisiert. Von den 15 Abteilungen sind Fußball (354 Mitglieder mit 17 Mannschaften), die Allgemeine Sportgruppe (344) und Schwimmen (140) die drei stärksten. Dagegen bilden die Handballer (14) die zahlenmäßig kleinste Gruppe. Bei der sportlichen Bilanz wurden im Bericht insbesondere die Erfolge der Bahnradsportler Nicolas Heinrich, Pierre-Pascal Keup und Laurin Drescher bei den Welt- und Europameisterschaften der Junioren hervorgehoben.

Schatzmeister Joachim Heß informierte die Mitglieder in seinen Ausführungen über die Finanzen darüber, dass die Gesamteinnahmen erstmals in der Geschichte des Vereins über eine Million Euro lagen und die Ausgaben dazu in etwa gleich waren. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass am Donnerstag vom Bundeseisenbahnvermögen ein Schreiben einging. Darin wurde dem ESV Lok für sein Vereinsheim, den Sportplatz Brand und die Kegelbahn ein Kaufangebot unterbreitet. "Da muss die Mitgliederversammlung zustimmen. Es wird mit den Abteilungsleitern beraten", betonte Geschäftsführer Daniel Fugmann.

Bei den Wahlen wurden 14 Personen in den Gesamtvorstand und drei Kassenprüfer gewählt. Der alte und neue ESV-Lok-Chef Roland Stangenberg sagte zu den Zielen des Vereins für das Jahr 2020: "Erstens: Wir wollen im sportlichen Bereich in allen leistungsorientierten Abteilungen die Qualität weiter steigern. Zweitens: Es gilt im finanziellen Bereich die Ergebnisse von 2019 wieder zu erreichen. Drittens: Unseren Rennrodler Chris Eißler wünsche ich nach seinem Mittelfußbruch, dass er wieder in den Weltcup zurückkehren kann und dabei erfolgreich abschneidet."

Insgesamt 43 Lok-Mitglieder und verdienstvolle Funktionäre erhielten im Laufe des Abends Auszeichnungen. Den größten Beifall gab es, als Hanspeter Chmilecki von der Abteilung Trampolinturnen und Helmuth Müller von den Judoka für ihr Lebenswerk beim ESV Lok Zwickau geehrt wurden.


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