VfB Empor wird zum Abschied abgeschossen

Nach fünf Jahren hat für Glauchaus Fußballer das vorerst letzte Spiel in der Sachsenliga angestanden. Die Hauptaufgabe des neuen Trainers zur kommenden Saison wurde dabei nochmals deutlich.

Glauchau.

Wer fünf Jahre an einem Ort arbeitet, bekommt zum Abschied meistens ein Geschenk gereicht. Zur vorerst letzten Partie des VfB Empor Glauchau in der Fußball-Sachsenliga hatte Gastgeber FC Grimma aber nichts dergleichen geplant. Als souveräner Meister der Klasse ließen sie auch am letzten Spieltag nicht nach und gaben Vollgas. Dabei schenkten sie den Gästen zwar ordentlich ein, aber an der 2:9 (0:7)-Niederlage hatten die Glauchauer schwer zu schlucken. Das Hinspiel endete noch 3:3.

Schon im Vorfeld standen die Zeichen schlecht. Elf Spieler des aktuellen Kaders standen gegen Grimma nicht zur Verfügung. Die junge Mannschaft des VfB Empor hatte in Toby Ammon nur einen Wechselspieler, der arbeitsbedingt erst kurz vor Spielbeginn anreiste. Zum Glück für die Glauchauer stand er aber zur Verfügung, denn nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Hälfte erzielte er zumindest die beiden Ehrentreffer (57. Minute zum zwischenzeitlichen 1:8, 74. Minute zum 2:9). Zehn Minuten vor dem Ende hatte er ein drittes Tor auf dem Fuß, lupfte den Ball aber über das Gehäuse. An den Kräfteverhältnissen änderte dies nichts. Bereits zur Pause stand es 7:0 für Grimma bei denen Kevin Ruppelt über die volle Distanz dreimal traf.

Der Abschied des VfB Empor aus der Sachsenliga ist damit ein sehr bitterer geworden. Am Ende mussten sie froh sein, dass sie nicht zweistellig abgefertigt wurden, wie bei der 0:12 Testspielniederlage im Oktober gegen Drittligist FSV Zwickau. Neun Gegentreffer in einem Spiel ist dennoch der höchste Wert, den die Glauchauer bei ihrem fünfjährigen Gastspiel in der Landesliga kassiert haben. Insgesamt stehen in der aktuellen Saison 85 Gegentore in 28 Spielen zu Buche - 16 mehr, als sich Rapid Chemnitz mit der zweitschlechtesten Abwehr eingefangen hat.

Diese Tatsache spielte schon vor der Partie bei der Trainersuche für die neue Saison eine Rolle. "Lutz Wienhold hat mit TSV Germania Chemnitz die wenigsten Treffer der Landesklasse bekommen. Wir erhoffen uns von ihm eine Stabilisierung der Defensive", sagte Patrick Jahn, Vorstandsmitglied des VfB Empor. Das 2:9 wird dabei zu den negativen Erlebnissen gehören, die der 53-jährige Wienhold bei der Vorbereitung auf die neue Saison aus den Köpfen der Spieler bekommen muss. Den Blick richtete der Übungsleiter nach der Bekanntgabe seines Wechsels in der vergangenen Woche bereits auf positive Aspekte: "Das ist jetzt keine einfache Situation, aber fünf Jahre in der Landesliga ist schon eine kleine Ära. Nächste Saison wollen wir in der Landesklasse eine gute Rolle spielen."

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