VfL 05: Die Null soll stehen

Hohenstein-Ernstthals Torhüter erleben in der Futsal-Regionalliga meist ruhige Spiele. Einfach sind die Partien trotzdem nicht.

Hohenstein-Ernstthal.

Der Auftakt war etwas zäh, aber am Ende stand der erwartete Sieg gegen UFK Potsdam. Mit 19:0 gewann das Futsal-Team des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal, das mit der Optimalausbeute von 51 Punkten aus 17 Spielen Spitzenreiter der Regionalliga ist, gegen den Neunten aus der brandenburgischen Landeshauptstadt. Insgesamt musste die VfL-Mannschaft in dieser Saison erst neun Gegentore hinnehmen. Die Torhüter bekommen meist nur selten Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

"Solche Spiele sind nicht leicht. Ich will ja auch bei einem klaren Vorsprung ohne Gegentreffer bleiben, deshalb muss man im entscheiden Moment hellwach sein", sagt Marco Pohl, der zusammen mit Johan Vavrek und Mustafa Mohammadi das Torhütertrio der Hohenstein-Ernstthaler bildet. Zu Null zu spielen ist nicht nur der sportliche Ehrgeiz der Spieler. Sie müssen trotz der meist klaren Ergebnisse die Konzentration hochhalten, um auch die schwierigen Partien zu gewinnen. "Bei der Deutschen Meisterschaft wird es ein ganz anderes Niveau geben. Da ist es schon problematisch, wie es in unserer Regionalliga läuft. Es gibt vier starke Teams, der Rest fällt deutlich ab", erklärt Pohl.

Sein Trainer Michal Salak motiviert die Mannschaft unter anderem damit, dass er mal eine harte Trainingseinheit entschärft, wenn zuvor wie angestrebt zu Null gewonnen wurde. "Gegen andere Teams bekommen wie viel weniger Torchancen. Da muss einfach Konsequenz da sein", sagt der tschechische Routinier, der als Spielertrainer das Sagen hat. Mit der ersten Hälfte der Partie gegen Potsdam, die 74 Zuschauer sahen, war er nicht ganz zufrieden. Die Gäste verteidigten gut, sodass es zur Pause "nur" 5:0 für den VfL stand. Zu Beginn der zweiten Hälfte ließ Salak mit fliegenden Torhüter spielen, was gut funktionierte. Zudem ließen bei den Gästen, die mit nur acht Spielern angereist waren, auch die Kräfte nach. "Für uns wäre es besser, wenn die Gegner stärker besetzt wären", sagt Salak, der selbst den Treffer zum 16:0 beisteuerte und mit technischen Kabinettstücken als Vorbereiter glänzte. Erfolgreichste Torschützen waren Michal Belej (6) und Jurij Jeremejev (5).

Am kommenden Wochenende wird es für den VfL 05 ein paar Nummern schwerer. Denn dann wird beim Tabellenfünften Berlin City Futsal gespielt. Im nächsten Heimspiel am 29. Februar gegen Carl Zeiss Jena dürfte es aber wieder viele Tore geben. Vereinschef und Teammanager Heiko Fröhlich hätte lieber stärkere Kontrahenten. "Es ist für uns jetzt eine schwierige Phase", sagt er. Im Vorfeld der Deutschen Meisterschaft würde er im Frühjahr gern gegen tschechische Spitzenteams testen. Da aber dort dann die Play-offs anstehen, ist es nicht einfach, Gegner zu finden.


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