VfL bejubelt den Klassenerhalt

Die Fußballer aus Hohenstein-Ernstthal haben mit einem 2:1-Sieg im Relegations-Rückspiel den Verbleib in der Oberliga gesichert. Gegen Wismar stellte ein Urgestein die Weichen.

Hohenstein-Ernstthal.

Nach der 1000 Kilometer-Tour und dem 1:1 im Hinspiel hat der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal im Relegationsrückspiel erneut Schwerstarbeit geleistet. Nach 97 Minuten Spielzeit konnten die Spieler und Fans aber erleichtert durchatmen und wenig später kräftig jubeln. Denn mit dem 2:1 gegen Anker Wismar wurde am Sonntag der Klassenerhalt in der Oberliga nachträglich gesichert.

"Es war sicherlich eine Saison mit mehr Tiefen als Höhen. Aber was die Mannschaft und das Umfeld in den beiden Relegationsspielen geleistet haben, macht das vergessen", sagte Trainer Steve Dieske nach der Partie. Vor dem Spiel musste er umdisponieren, da Kapitän Kai Enold nach seiner roten Karte im Hinspiel zuschauen musste. Abwehrmann Eric Fischer stand auch auf der Kippe, nachdem er sich in Wismar eine Platzwunde zugezogen hatte, die getackert werden musste. Doch Fischer biss auf die Zähne und spielte mit Kopfverband. "Er war gegen einen physisch starken Gegner wie Wismar enorm wichtig", lobte Dieske die Einsatzbereitschaft Fischers.

Dessen Abwehrkollege Thomas Kochte, ein Urgestein des VfL 05, überzeugte diesmal nicht nur mit Leidenschaft in der Defensive. Wie so oft ging er bei Standards mit nach vorn und traf schon in der 4. Minute per Kopfball zum 1:0. "Das letzte Tor hab ich noch in der Landesliga gemacht", sagte der 34-Jährige, dessen erstes Oberligator nun ein ganz wichtiges war. Genauso wichtig sei aber die Leistung des gesamten Teams gewesen. "Wenn wir die immer so gehabt hätten, wären es einige Punkte mehr gewesen", sagte Kochte, der in der Endphase für einige Minuten die Kapitänsbinde von Philipp Colditz übernahm, als dieser ausgewechselt wurde.

Nach der frühen Führung mussten die Gäste den Druck erhöhen. Der VfL ließ sich zwar weit in Richtung eigenes Tor drängen, stand aber insgesamt sicher und ließ allenfalls Distanzschüsse zu. Marco Pohl im Tor hatte damit wenig Mühe. Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhten die Karl-May-Städter vor 405 Zuschauern schnell auf 2:0. Nach einem Ballgewinn in der Abwehr ging es über Florian Stier schnell nach vorn. Er spielte auf den agilen Fabian Erler, der den Ball im richtigen Moment zurückgab, sodass Stier mit einem satten Schuss von halbrechts abschließen konnte. Der Gäste-Torwart kam zwar noch an den Ball, konnte das Tor aber nicht verhindern (48.).

Die Gäste von der Ostseeküste mussten nun noch mehr tun. Als der VfL in der 59. Minute im Strafraum den Ball nicht weg bekam, erzielte Kelvin Odichukwumma Igweani den Anschluss für Wismar. Nun war es wieder spannend, denn mit einem zweiten Treffer hätten die Gäste den Klassenerhalt aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore geschafft. Bei etlichen Eckbällen und Freistößen musste der VfL zittern. Zweimal forderte Wismar Elfmeter. Als Marco Pohl in der langen Nachspielzeit einen Freistoß im Nachfassen pariert hatte, erfolgte wenig später der Schlusspfiff. Nach hitzigen Szenen an der Seitenlinie zwischen Pohl und ein paar Gäste-Spielern konnte sich der VfL aufs Feiern konzentrieren. Die anstehenden drei Wochen Urlaub haben sich die Kicker redlich verdient.

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