VfL bejubelt zweiten Saisonsieg

Na also: Das fünfte Saisontor von Kamil Popowicz und der erste Oberliga-Treffer von Eric Fischer haben den Hohenstein-Ernstthaler Kickern ein 2:1 gegen Rudolstadt eingebracht. Dabei bewiesen sie erneut auch Moral.

Hohenstein-Ernstthal.

Vier Monate nach dem 1:0-Sieg beim Saisonauftaktspiel in Krieschow hat es der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal endlich wieder geschafft. Das Oberliga-Heimspiel gegen Einheit Rudolstadt wurde am Sonntag mit 2:1 (1:0) gewonnen. Dass der VfL als Drittletzter gegen die Mannschaft spielte, die als Tabellendritter in den Spieltag ging und zudem die beste Abwehr der Liga hat, war dabei nicht zu erkennen. Genau wie in den letzten Spielen gegen Neugersdorf (2:3) und gegen den Zweiten Carl Zeiss Jena (1:1) begannen die Hohenstein-Ernstthaler vor 100 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz engagiert und waren über die gesamte erste Hälfte das bessere Team.

Kamil Popowicz brachte die Karl-May-Städter mit seinem fünften Tor verdient in Führung (17.), doch es blieben auch etliche Chancen ungenutzt. "Wir hätten höher führen müssen", sagt Trainer Steve Dieske über die knappe Führung zur Pause, die nach dem Seitenwechsel relativ schnell dahin sein sollte. Rudolstadt kam engagiert aus der Kabine und machte Druck, was den VfL zeitweise ins Schwimmen brachte. Im Anschluss an einen Einwurf war die Defensive nicht auf dem Posten, und Tom Krahnert traf zum 1:1-Ausgleich (48.) für die Gäste. "Die Reaktion darauf hat gezeigt, wie gut die Moral in der Mannschaft ist. Niemand hat den Kopf hängen lassen oder ist eingeknickt", lobte Dieske die Antwort seines Teams.

Fast im Gegenzug gab es Chancen von Paul-Luis Eckhardt und dem stets gefährlichen Philipp Sovago, der die im Saisonverlauf bisher so starke Rudolstädter Defensive mehrfach wackeln ließ. Auch bei einer sehr gut herausgespielten Großchance von Felix Kunert eine Viertelstunde vor Schluss hätte der VfL die Gästeabwehr fast überwunden. Diesmal war aber Torhüter Adam Marczuk zur Stelle. In der 77. Minute war er ebenfalls noch am Ball, doch das half nichts. Denn das Spielgerät hatte beim Kopfball von Eric Fischer die Torlinie komplett überquert, ehe der Gästeschlussmann abwehrte. Nach Entscheidung des Linienrichters wurde der Treffer korrekt gegeben. Für Abwehrmann Eric Fischer war es das erste Ober- ligator im Dress des VfL. Über seine Gefühlslage nach dem wichtigen Treffer wollte er nach Schlusspfiff trotz Siegeslaune nichts sagen.

In den letzten zehn Minuten erhöhte Rudolstadt den Druck, was den Hohenstein-Ernstthalern Räume für Konter bot. Die blieben allerdings ungenutzt. Auf der Gegenseite musste noch zweimal gezittert werden: Bei einem gefährlichen Kopfball von Rudolstadts Kapitän Marco Riemer und bei einem Freistoß nach unnötigem Foul in der Nachspielzeit. Doch diesmal hatte der VfL das Glück des Tüchtigen und ging als verdienter Sieger vom Platz.

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