VfL bringt den Ball nicht ins Tor

Im Oberliga-Kellerduell ist Hohenstein-Ernstthals Fußballern der ersehnte Befreiungsschlag nicht gelungen. Das Aluminium verhinderte dabei sogar Schlimmeres.

Hohenstein-Ernstthal.

Im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga hat der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal am Samstag beim 0:0 im Heimspiel gegen Askania Bernburg nur einen Punkt geholt. Statt des erhofften Schritts nach vorne ging es mit Blick auf die Tabelle sogar einen Rang nach hinten. Denn der VfL Halle, bei dem die Karl-May-Städter nach Ostern auswärts ran müssen, gewann gegen Sandersdorf und verdrängte die Mannschaft von Trainer Steve Dieske vom drittletzten Platz.

Die Anfangsphase des Kellerduells gegen den einen Punkt besseren Tabellennachbarn aus Bernburg gehörte den Gastgebern, die vor 150Zuschauern schwungvoll begannen. Doch oftmals fehlte die letzte Präzision. Unter anderem vergab Fabian Erler aus guter Position. "Das darf mir in unserer Situation einfach nicht passieren", so der Offensivspieler. Auch ein Kopfball von Sebastian Weiske fand nicht sein Ziel. Trainer Steve Dieske ärgerte sich, denn ein Tor wäre nicht nur möglich, sondern auch mehr als wichtig gewesen: "Dann entwickelt sich ein vollkommen anderes Match und man kann auch selbst anders agieren." Durch Schwächen im Umkehrspiel und in der Abwehr ermöglichte der VfL den Gästen im weiteren Verlauf selbst zwei gute Möglichkeiten und hatte Glück, dass das Aluminium jeweils für sie rettete.

Nach dem Seitenwechsel gab es Licht und Schatten bei den Hohenstein-Ernstthalern, die weiterhin viel Druck machten und sich Standardsituationen erarbeiteten. Doch aus den Freistößen und Eckbällen entwickelte sich nur wenig Gefahr, sodass der Gästeschlussmann kaum gefährliche Bälle in Richtung Tor bekam. In der Schlussminute war Max Gehrmann frei durch, stand aber im Abseits. Auf der Gegenseite konnte Bernburg in der zweiten Hälfte die Verunsicherung des VfL zu Abschlüssen aus gefährlichen Positionen nutzen, zeigte aber selbst auch, warum in dieser Saison Abstiegskampf angesagt ist. "Wir müssen jetzt die kurze Pause nutzen, um unsere angeschlagenen Spieler für den Endspurt einsatzbereit zu bekommen", sagte Dieske, der unter anderem auf Max Schmeling und Guido Heßmann verzichten musste. Dafür spielte erstmals Felix Kunert, der in der Hinrunde beim VfB Auerbach in der Regionalliga aktiv war und nach einer Pause nun die Offensive des VfL beleben soll.

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