VfL holt Schwung fürs Topspiel

Hohenstein-Ernstthal hat am Mittwoch mit einem weiteren Kantersieg die Tabellenführung in der Futsal-Regionalliga übernommen. Am Samstag ist jedoch mit deutlich mehr Gegenwehr zu rechnen.

Hohenstein-Ernstthal.

Die ganz große Spannung hat zwar gefehlt. Aber in Sachen Leistung auf dem Feld und Stimmung auf der Tribüne passte beim VfL 05 Hohenstein-Ernstthal am Mittwochnachmittag alles. Mit 15:1 wurde das Heimspiel der Futsal-Regionalliga gegen Borea Dresden gewonnen. Zur Pause stand es bereits 9:0. Das Torefestival verfolgten knapp 250 Besucher, darunter auch etliche potenzielle Futsal-Spezialisten der Zukunft, denn im Rahmenprogramm fand ein Turnier der F-Junioren statt.

Bei den "Großen" erwischte der VfL gegen die Dresdner, die immerhin als Tabellensechster angereist waren, einen Start nach Maß, denn Jurij Jeremejev, Michal Salak, Michal Belej und Diego Fogaca schossen bis zur achten Minute eine 4:0-Führung heraus. Die Dresdner waren athletisch zwar durchaus ebenbürtig, wurden allerdings regelmäßig von den Spielzügen und Standardsituation des VfL überrascht. "Das haben wir zuletzt intensiv trainiert", sagt VfL-Kapitän Christopher Wittig, der in der zweiten Halbzeit das Tor zum 14:1 erzielte.

Zwischendurch praktizierten die Hohenstein-Ernstthaler auch die taktische Variante mit spielendem Torhüter, wogegen Dresden aber gut verteidigte und nach einem Fehlpass des VfL auch das Ehrentor erzielte. Die Konzentration bei solchen Ergebnissen immer richtig hochzuhalten, ist laut Christopher Wittig gar nicht so einfach. Aber die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass es offenbar meist klappt. Auch nach dem Spiel gab es nicht nur Jubel mit den Fans, sondern auch intensive taktische Debatten zwischen Spielertrainer Michal Salak und seinem tschechischen Landsmann Michal Belej, der mit vier Toren erfolgreichster Angreifer war. Salak selbst traf dreimal. Außerdem trugen sich Diego Fogaca (3), Jurij Jeremejev (2), Jakub Reznicek und Christopher Wittig in die Torschützenliste ein. Dazu kam ein Eigentor der Gäste.

Im nächsten Heimspiel am Samstag dürfte das Toreschießen nicht so leicht werden. Denn mit 1894 Berlin ist ab 16.15 Uhr das Team zu Gast, das bisher ebenfalls alle zehn Spiele gewann und nur aufgrund des etwas schlechteren Torverhältnisses von 120:11 hinter Hohenstein-Ernstthal (181:8) steht. "Da erwartet uns eine starke Abwehr, die entweder defensiv steht oder gutes Pressing spielt", prognostiziert Christopher Wittig.

Gästetrainer Petr Schatalin war bis zum Jahreswechsel 2018/2019 in Hohenstein-Ernstthal tätig. Am vergangenen Samstag gewann sein aktuelles Team knapp mit 4:3 gegen den Tabellendritten Srbija Berlin. "Da hatte 1894 Glück, denn Srbija war spielerisch besser. Trotzdem hat Petr Schatalin eine richtig gute Truppe mit ehemaligen Spielern aus Neuenhagen und starken Neuzugängen", sagt Heiko Fröhlich, Teammanager der Hohenstein-Ernstthaler, der sich das Spiel in der Hauptstadt angeschaut hatte.

Er erwartet einen Dreikampf an der Tabellenspitze, weshalb er hofft, das Heimspiel gegen 1894 Berlin zu gewinnen. "Es wäre wirklich eine gute Sache, wenn wir durch die Vorrunde kommen, ohne Punkte liegen zu lassen", sagt Fröhlich.

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