VfL will keinen lauen Sommerkick

Im letzten Punktspiel der Oberliga-Saison werden sich die Fußballer aus Hohenstein-Ernstthal in der Tabelle wahrscheinlich nicht mehr verbessern. Dann stünde ihnen eine englische Woche bevor.

Hohenstein-Ernstthal.

Die Aufgabe für die Fußballer des VfL05 Hohenstein-Ernstthal in der Oberliga-Süd am Sonntag hat es in sich. Der Vorletzte (26 Punkte) muss am letzten Punktspieltag der Saison beim Vizemeister (65) antreten. Dabei dürfte vor allem die Defensive der Hohenstein-Ernstthaler viel zu tun bekommen. Denn der FSV Luckenwalde, der als Regionalligaabsteiger den sofortigen Wiederaufstieg knapp verpasst, hat den besten Angriff der Oberliga. Schon 78 Tore erzielte der FSV, der nur 28 Gegentreffer kassierte und damit in Sachen Tordifferenz sogar besser ist als der Staffelsieger und Regionalliga-Aufsteiger BSG Chemie Leipzig (63:25).

"Das zeigt ja, wie stark Luckenwalde ist. Wir dürfen uns aber nicht verstecken wie das Kaninchen vor der Schlange", sagt VfL-Trainer Steve Dieske. Die Tordifferenz seines Teams ist mit 34:66 Treffern die zweitschlechteste der Liga. Die Defensive leistete sich einige Fehler, doch auch im Spiel nach vorne gab es regelmäßig Probleme. "Die Stürmer hätten natürlich mehr machen müssen", sagt Steve Dieske, dessen beste Torschützen Kai Enold und Philipp Colditz (jeweils 7 Tore) im Mittelfeld aktiv sind. Am vergangenen Sonntag klappte das Toreschießen beim 4:2-Sieg gegen Ludwigsfelde zwar auf den ersten Blick recht gut, doch auch hier wurden viele Chancen liegen gelassen. Dass der VfL 05 den vorletzten Rang noch verlässt, ist unwahrscheinlich. Denn dafür müsste in Luckenwalde ein Sieg her und der Drittletzte Bernburg (29 Punkte) müsste bei Wacker Nordhausen II verlieren. Gleichzeitig müsste der VfL dabei sieben Treffer in der Tordifferenz aufholen.

Mittlerweile steht fest, dass der sportliche Vorletzte der Oberliga Süd in zwei Relegationsspielen die Chance auf den Klassenerhalt bekommt. Am kommenden Mittwoch müsste der VfL dann zunächst auswärts ran, am 16. Juni würde das Rückspiel auf heimischem Rasen folgen. Aus der Oberliga Nord wird wahrscheinlich der FC Anker Wismar oder der FC Strausberg in der Relegation starten.

Doch zunächst einmal zählt für den VfL das Spiel in Luckenwalde. "Das dürfen wir keinesfalls als lauen Sommerkick angehen", sagt Trainer Dieske, der personell unter Umständen leicht variieren wird. Lediglich Max Schmeling wird wahrscheinlich nicht antreten können. Am vergangenen Wochenende hatte Dieske sogar so viele Spieler zur Verfügung, dass Max Gehrmann nicht mit in den Kader konnte. Das Hinspiel gegen Luckenwalde verlor der VfL im vergangenen Dezember durch ein frühes Tor und einen Gegentreffer in der Schlussminute mit 0:2.

Oberliga So., 14 Uhr: FSV 63 Luckenwalde - VfL 05 Hohenstein-Ernstthal (Werner-Seelenbinder-Stadion).

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