VfL will Spiel schnell vergessen

Nach dem 0:3 im Oberliga- Heimspiel gegen Jena II ist der Blick bei den Kickern aus Hohenstein-Ernstthal nach vorn gerichtet. Und das aus gutem Grund.

Hohenstein-Ernstthal.

Die klare 0:3 (0:2)-Niederlage, die am Ende auf der Anzeigetafel stand, hätten sich Spieler, Verantwortliche und Fans des VfL 05 nach den ersten 25 Minuten nicht vorstellen können. Denn die waren von den Karl-May-Städtern trotz des Fehlens von Maik Georgi, Max Schmeling, Fabian Erler, Christopher Wittig sowie dem frühen Ausfall von Guido Hessmann richtig stark. Schon nach zwei Minuten zwang Kapitän Kai Enold den Gästeschlussmann per Fernschuss zur Parade. Nach 20 Minuten schloss Michael Neubert aus guter Position etwas zu ungenau ab, ehe auch Max Gehrmann (21.) per Kopfball und Florian Stier (22.) mit einem Distanzschuss gute Chancen hatten.

"Es war eine richtige gute Anfangsphase von uns, in der wir das Spiel bestimmt haben", sagte VfL-Trainer Steve Dieske nach dem Spiel. Da in den Partien zuvor der Start meist nicht gelang, hatte der Übungsleiter mehr Konzentration und Biss zu Beginn gefordert. Die waren definitiv da, nur im Torabschluss fehlten Genauigkeit und eben eine Portion Glück.

Nach etwa 25 Minuten kam der Tabellensechste aus Jena dann besser ins Spiel. Ein Kopfball klatschte an die Latte des VfL-Tores, hätte aber wegen Abseits ohnehin nicht gezählt. Nach einem guten VfL-Angriff, bei dem der Flanke von Daniel Heinrich am Ende aber die Genauigkeit fehlte, ging es in der 35. Minute ganz schnell. Mit zwei starken Pässen bestrafte Jena das unzureichende Umkehrspiel des VfL und beförderte den Ball innerhalb weniger Sekunden vom eigenen Strafraum bis ins Tor der Hohenstein-Ernstthaler. Gegen den Schuss von Jeffrey Wittlich war Torhüter Pavel Petkov, der nach einer Fingerverletzung beim Warmmachen angeschlagen in die Partie ging, chancenlos. Beim zweiten Gästetor faustete Petkov den Ball zu sehr in die Mitte, Marc Schröder konnte das Spielgerät kontrollieren und traf mit einem platzierten Schuss zum 0:2 (39.).

Der VfL war verunsichert, sammelte sich aber in der Halbzeitpause und wollte genau wie zuletzt in Nordhausen den 0:2-Rückstand unbedingt aufholen. Dafür rückte Philipp Colditz, normalerweise ein unermüdlicher Kämpfer im defensiven Mittelfeld, nach vorn und zeigte viel Präsenz. "Wir wollten einfach etwas versuchen und ein Stück offensiver spielen", sagte Colditz. Mehrere Angriffe führten zu Standardsituationen, die aber nicht genau genug ausgeführt wurden, um die Gästeabwehr zu bezwingen. "Wir haben heute gegen einen richtig starken Gegner verloren, aber manchmal haben wir eben auch wieder mitgeholfen. Das Spiel muss schnell abgehakt werden", sagt Colditz. Beim 0:3 ließ der Jenaer Nicola Juergens gleich mehrere VfL-Spieler schlecht aussehen (67.).

"Wir dürfen uns nicht zu lange mit diesem Spiel beschäftigen. Zuvor haben wir ja gezeigt, wie es geht", betonte VfL-Trainer Steve Dieske, der mit seinem Team weiter Drittletzter ist und 22 Punkte auf dem Konto hat. Denn mit dem Heimspiel gegen Askania Bernburg (23) und der Auswärtspartie beim VfL Halle (21) folgen jetzt zwei immens wichtige Spiele gegen direkte Rivalen im Abstiegskampf.

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