Viel Spaß beim Klassentreffen

Das Freundschaftsspiel des BSV Sachsen Zwickau am Gründonnerstag hat für viel Freude gesorgt. Über Ostern steigerte der Verein die Stimmung dann auch ohne eine Partie.

Zwickau.

Sie kam aus dem Lachen kaum heraus. Beim Freundschaftsspiel der Zweitligahandballerinnen des BSV Sachsen Zwickau gegen ehemalige Spielerinnen des Vereins war Emi Uchibayashi auf und neben dem Feld gut aufgelegt. "Ich freue mich wahnsinnig, in Zwickau zu sein. Ich habe es geliebt, hier zu spielen und werde die vier Jahre nie vergessen", so die Japanerin. Zwischen 2008 und 2012 trug sie das BSV-Trikot, ehe sie zum Frankfurter HC wechselte. Von dort zog es sie ein Jahr später nach Norwegen, wo sie für Gjovik noch immer auf Torejagd geht.

Und die Japanerin war nicht nur bei den Autogrammjägern gefragt. Beim 42:38 (19:15)-Sieg der ehemaligen Spielerinnen vor 150 Zuschauern war sie in der Sporthalle Neuplanitz mit zwölf Treffern die beste Werferin. Für das Zweitligateam war Alisa Pester mit zehn Toren am erfolgreichsten. "So viele habe ich wahrscheinlich während der ganzen Saison nicht geschossen", sagte die defensiv ausgerichtete Kreisläuferin nach der Partie. Da das Spiel der Unterhaltung diente, stand das Ergebnis nicht im Vordergrund. Und so war die 20-Jährige auch trotz der Niederlage noch bester Laune.

Dies war ganz im Sinne von Corina Cupcea. Vor drei Jahren brachte die damalige Trainerin der ersten Mannschaft die Klassentreffen-Spiele auf dem Weg. "Ich habe immer viele ehemalige Spielerinnen in der Halle gesehen und kam daher auf die Idee, vor Ostern ein Spaßturnier zu organisieren. Ich freue mich, dass es so hohe Wellen schlägt."

Zur Unterhaltung trug auch Rückraumspielerin Katarina Pavlovic bei. Da sie mit einem Fußbruch weiterhin ausfällt, übernahm sie die Rolle als Schiedsrichterin. Einen Siebenmeterpfiff für ihr Zweitliga-Team nutzte sie dann aber aus, um selbst zu werfen. Den Strafwurf setzte sie jedoch genauso wie ihre zweite Wurfchance im Anschluss an das Gehäuse des Kastens.

Besser machte es Willem Rentsch. Der Sohn des aktuellen Trainers Norman Rentsch half im Team seines Vaters aus und erzielte fünf Tore. Bereits im Vorfeld durften sich Kinder aus sieben Metern mit der Zweitligatorhüterin Ela Szott messen. Dabei traf auch die elfjährige Marie Spanke, die in der E-Jugend der MSG Zwickau spielt. "Sie wollte ihn halten, hat es aber nicht geschafft", sagte sie stolz. Die Frage, ob sie denn auch mal in der 2. Liga spielen will, bejahte sie mit einem Lächeln, ehe sie gegen Ela Szott weiter fleißig übte.

Bis zu ihrem Debüt würde es allerdings noch etwas dauern. Dagegen wirkte Chantal Meschkat aus der zweiten Mannschaft bereits mit. Bis zum Saisonende ist sie für die erste Mannschaft eingeplant, nachdem Maja Helmchen (Knie) und Petra Nagy (OP nach ausgekugeltem Finger) in den restlichen vier Saisonspielen ausfallen. Dennoch konnte der BSV mit positiven Meldungen über Ostern die gute Stimmung des Freundschaftsspiels noch steigern. Der Verein gab die Vertragsverlängerungen der Leistungsträgerinnen Nagy, Nadja Bolze und Jenny Choinowski bekannt.

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