Viele Ex-Zwickauer spielen jetzt in Reichenbach

Der Sachsenpokal-Ausflug ins Vogtland bescherte den Anhängern der Rot-Weißen ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Reichenbach.

Ein Wiedersehen mit einer Vielzahl von Spielern, die einst beim FSV Zwickau kickten, gab es am Sonntag in Reichenbach, als sich die Vogtländer und die Rot-Weißen im Sachsenpokal gegenüberstanden. Insgesamt zehn Spieler standen auf dem Protokoll der Gastgeber, die von der Jugend bis zur ersten Mannschaft irgendwann mal das Zwickauer Trikot trugen.

Bereits seit 2009 spielen Robert Demmler und Robert Nötzel für die Vogtländer. Gegen den FSV führte Demmler als Kapitän die Reichenbacher Mannschaft an. "Für uns war es ein super Spiel, und wir haben uns alle darauf gefreut. Ich denke, als Sachsenligist haben wir uns ordentlich verkauft. Bevor ich vor sieben Jahren nach Reichenbach wechselte, habe ich in der Saison 2008/09 einige Oberligaspiele für den FSV bestritten. Als Steffen Vogel (33/jetzt auch beim RFC) in Zwickau spielte, war ich noch Balljunge", erinnerte sich der Abwehrspieler. "Obwohl ich nur fünf Minuten vom neuen Stadion entfernt wohne, hat es leider noch nicht gepasst, ich schaue mir in nächster Zeit natürlich Spiele des FSV an", ergänzte der 27-Jährige.

Torhüter Michel Bößneck ist einer der jüngsten Spieler im aktuellen Reichenbacher Aufgebot. Sein Kommentar: "Unsere Mannschaft hat gut gearbeitet in der Defensive und nur wenige hundertprozentige Chancen des FSV zugelassen. Durch einen Standard sind wir in Rückstand geraten, aber nach dem 0:1 nicht eingebrochen. Mit dem 1:4 können wir leben." Der 20-Jährige hat das DFB-Pokalspiel gegen den Hamburger SV sowie die Nachholbegegnung gegen den 1. FC Magdeburg gesehen. "Ich hätte nicht gedacht, dass an einem Donnerstag fast 8000 Zuschauer kommen würden. Bei der Stimmung können die FSV-Fans noch zulegen. Es ist eine schöne moderne Arena in Eckersbach geworden. Den Platz fand ich in einem guten Zustand", fügte der RFC-Keeper hinzu.

Erst seit vergangenen Donnerstag gehört auch der frühere Kapitän des aufgelösten FSV II, Maik Strobel, zum Reichenbacher Kader. "Der Wechsel hat sich kurzfristig ergeben. Der sportliche Anspruch, noch einmal Sachsenliga zu spielen, ist sehr reizvoll. Ich hatte erst einmal mit der Mannschaft trainiert. Gleich gegen den FSV zu spielen, ist umso schöner gewesen. Die zwei Standards, die zu Toren führten, das Tempo und die Zweikampfhärte sind der Unterschied zu uns gewesen", meinte der 30-Jährige. "Gegen Magdeburg war ich schon im neuen Stadion. Es ist das Beste, was der Stadt und Region passieren konnte. Viele Leute wurden reaktiviert, die lange mit dem Fußball nichts zu tun hatten. In Zwickau und Umgebung herrscht eine Rieseneuphorie. Von der positiven Stimmung war ich überrascht", gestand Maik Strobel.

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