Weltmeister radeln beim Jubiläum

Vor 25 Jahren hatte sich das Stadtzentrum von Hohenstein-Ernstthal erstmals als Ambiente für Radsportveranstaltungen empfohlen. Vor dem am Sonntag startenden "Rund um den Sachsenring"- Rennen ist trotzdem noch keine Routine eingekehrt.

Hohenstein-Ernstthal.

Aller guten Dinge sind drei. Dieses Motto gilt am Sonntag in Hohenstein-Ernstthal, wenn sich Radsportler aus nah und fern beim 69. "Rund um den Sachsenring"-Rennen in den Sattel schwingen. Denn nach der 68.Auflage, die am 20. April stattfand, und den Deutschen Meisterschaften im Radsport vom 30. Juni steht nun bereits das dritte Radsport-Event des Jahres vor der Tür.

Für das Elite-Rennen haben sich knapp 50 Fahrer eingetragen, bei den anderen fünf Wettbewerben stehen jeweils mehr als 100 Teilnehmer in den Listen, sagt Dietmar Lohr, der Organisationsleiter des Vereins "Internationales Radrennen Rund um den Sachsenring". Einen größeren Zulauf hat er durch die nationalen Titelkämpfe auf dem Sachsenring oder die jüngsten Erfolge der deutschen Nachwuchsfahrer bei der Junioren-Bahnrad-WM in Frankfurt (Oder) nicht ausgemacht. "Solche Dinge sind nur schwer zum Ausdruck zu bringen. Die Sportart lebt durch solche Ereignisse nicht wesentlich anders", sagt er.

Über die Einschreibung von Pierre-Pascal Keup (ESV Lok Zwickau) und Moritz Kretschy (RSV 54 Venusberg) freut sich Lohr besonders. Die beiden Radfahrer gehörten bei der Junioren-Weltmeisterschaft zum Gold-Team des Bundes Deutscher Radfahrer in der Mannschaftsverfolgung über 4000 Meter. Moritz Kretschy kam dabei in den ersten beiden Runden der WM zum Einsatz, während Pierre-Pascal Keup Teil des Finalteams war, das in U-19-Weltrekordzeit Frankreich bezwang. "Die Musketiere sind ja Kinder des Sachsenring-Radrennens", sagt Dietmar Lohr. Vor allem Kretschy hat sich bei "Rund um den Sachsenring"-Rennen schon erfolgreich in die Ergebnislisten eingetragen. Ende August 2018 holte er den Sieg in der Jugendklasse, 2016 wurde er Zweiter bei den Schülern.

Grund zur Freude gibt es aber nicht nur durch das hochkarätig besetzte Starterfeld, das neben den Weltmeistern zum Beispiel auch John Mandrysch (Team P&S) aufweist, der momentan die Männerklasse der Bundesliga anführt. Denn am Sonntag steht ein 25-jähriges Jubiläum an. Ende Juni 1994 hatte sich das Stadtzentrum von Hohenstein-Ernstthal erstmals als Ambiente für Radsportveranstaltungen empfohlen. Zur Drei-Nationen-Meisterschaft der Radprofis aus Deutschland, der Schweiz und Luxemburg stand wegen einer Motorsport-Veranstaltung der Start- und Zielbereich auf dem Sachsenring nicht zur Verfügung, und so wurde in die Mitte der Karl-May-Stadt ausgewichen. Seit 2004 findet das Sachsenringradrennen zweimal jährlich statt. Im August befindet sich Start und Ziel in der Innenstadt Hohenstein-Ernstthals, während im April ausschließlich auf dem Sachsenring gefahren wird. Dietmar Lohr, der bereits 1994 zum Organisationsteam gehörte, verspürt trotz der Erfahrungen immer noch Aufregung, wie der 60-Jährige verrät: "Wir wollen nie Routine einschleifen lassen und jedes Rennen so angehen, als ob es das Erste ist."

69. "Rund um den Sachsenring"-RadrennenStartzeiten - 10 Uhr: Jedermannrennen (28,5 km), 11.15 Uhr: Schüler U 15 (19 km), 12 Uhr: Jugend U 17 (26,6 km), 13.15 Uhr: Junioren U 19 (28,5 km), 14.15 Uhr: Senioren 2/3/4 (28,5 km), 15.30 Uhr: Elite KT und A-/B-C-Klasse (68,4 km); Start/Ziel - Vor dem Rathaus der Stadt Hohenstein-Ernstthal auf dem Altmarkt; Nachmeldungen - sind bis eine Stunde vor dem Start des jeweiligen Rennens im Meldebüro im Rathaus möglich

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