"Wenn es eine Minute länger geht..."

Die Hockeyspieler aus Meerane haben in der 2. Liga ein schönes Spiel für die Zuschauer geliefert, standen aber erneut mit leeren Händen da. Die Hoffnungen ruhen nun auch auf Leuna.

Meerane.

Die letzten acht Minuten gehörten dem SV Motor Meerane. Schon zuvor boten die Meeraner dem Cöthener HC am Sonntag in der 2. Hockey-Bundesliga die Stirn. "Es hat nicht ausgesehen wie ein Spiel Tabellenführer gegen Schlusslicht", sagt Motor-Trainer Steffen Jahn. Als Außenseiter kniete sich sein Team in das Auswärtsspiel. Doch die Aufholjagd startete zu spät. Trotz der Treffer von Kapitän Dirk Lange (55., 59.) und Christian Hufnagl (E., 60.) in der Schlussphase verlor Motor mit 6:7. "Wenn es nur eine Minute länger geht, nehmen wir auf jeden Fall etwas Zählbares mit. Die Cöthener hatten keine Antwort mehr auf uns", sagt Jahn.

Insbesondere die Hereinnahme eines zusätzlichen Feldspielers für den Torwart stellte die Hausherren am Ende des Spiels vor Probleme. Dabei hatte der HC Glück, dass die Unparteiischen eine mögliche Zeitstrafe nicht aussprachen. "Der Schiedsrichter hatte die gelbe Karte schon in der Hand. Warum er sie dann doch nicht gegeben hat, weiß ich nicht", sagt Jahn. So drehten die Cöthener zumindest noch erfolgreich an der Uhr.

"Meinem Team kann ich keinen Vorwurf machen. Sie haben gekämpft wie die Löwen und ein schönes Spiel für die Zuschauer vor einem tollen Publikum geliefert", sagt Jahn. Beide Teams verzeichneten etliche Torabschlüsse. Die Führung der Gastgeber aus der 7. Minute glich Jens Geier zwei Zeigerumdrehungen später aus. Im folgenden fehlte Meerane das Glück. "Bei uns springt der Ball vom Pfosten wieder raus, während er bei Cöthen ins Tor rutscht", so Jahn. Insgesamt dreimal traf sein Team nur die Außenumrandung des Kastens, doch auch die Hausherren hatten noch Pfostenschüsse zu verzeichnen. Dennoch setzten sie sich bis zur 42. Minute auf 5:1 ab. Ein Doppelschlag von Dirk Lange brachte die Meeraner zurück, "doch danach haben wir zwei dumme Tore gefressen", sagt Jahn. Der Abstand für ein erfolgreiches Comeback war somit zu groß.

Drei Spiele stehen in dieser Hallensaison für Meerane noch auf dem Programm. Für den Klassenerhalt muss Motor (3 Punkte) noch mindestens ein Team einholen, wobei der Spandauer HTC und der Berliner SC (jeweils 6 Punkte) in Reichweite sind. Beide Mannschaften treffen am Wochenende auf den TSV Leuna. "Da hoffen wir auf Leuna, dass wir dann immer noch an den Teams dran sind", sagt Jahn. Für seine Mannschaft steht am Wochenende ein Doppelspieltag auf dem Programm. Zunächst geht es am Samstag bei der SG Rotation Prenzlauer Berg (2. Platz) darum, ein achtbares Ergebnis zu erzielen, sagt der Trainer. Die Heimpartie gegen den Berliner SC am Sonntag um 16 Uhr könnte in der Karl-Heinz-Freiberger-Halle zur entscheidenden Partie im Kampf um den Klassenerhalt werden. Das letzte Saisonspiel bestreiten die Meeraner am 26. Januar vor heimischen Publikum gegen Leuna.

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