Wer wird der lachende Dritte?

Die Saison 2018/19 in der Fußball-Westsachsenliga geht am Sonntag in ihre letzte Runde. Vor allem das Aufstiegsrennen bietet Hochspannung.

Oberlungwitz/Mülsen.

Wenn zwei sich streiten, freut sich laut Volksmund der Dritte. Im Sport kann der Bronzeplatz aber auch dann zu großen Jubel führen, wenn sich die beiden Erstplatzierten einig sind. So wie in der Fußball-Westsachsenliga. Dort sind Spitzenreiter Reinsdorf-Vielau und der Zweitplatzierte Steinpleis Werdau vor dem letzten Spieltag am Sonntag von ihren Rängen nicht mehr zu verdrängen. Da jedoch beide auf einen Aufstieg verzichten, wird der Dritte in die Landesklasse aufrücken. Und um diesen Platz gibt es ein spannendes Fernduell - bei dem der Oberlungwitzer SV derzeit knapp die Nase vorn hat. 43 Zähler hat der OSV bis jetzt gesammelt, ebenso viele wie der Vierte Blau-Gelb Mülsen. Die Tordifferenz der Oberlungwitzer ist mit plus 19 jedoch um zwei Treffer besser als die der Mülsener.

Am vergangenen Sonntag verpasste der OSV beim 0:1 in Werdau einen vorentscheidenden Schritt, sodass es Sonntag gegen die SG Traktor Neukirchen/Pleiße, die als Drittletzter mit 26 Punkten noch um den Klassenerhalt bangen muss, spannend wird. "Wir brauchen Mut, Einsatz und Wille - alles das, was uns in Werdau in Hälfte zwei gefehlt hat", sagt OSV-Trainer Sven Schmidt. Für den Coach wird die Partie das letzte Spiel bei den Oberlungwitzern sein, denn ab der kommenden Saison heuert er beim TV Oberfrohna an. Der aktuell Fünfte (41 Punkte) hat zumindest theoretisch auch noch eine Chance auf Rang 3. "Bis zum Saisonende zählt für mich nur der OSV", so Schmidt. Neben dem Trainer werden auch die Routiniers Michael Weiß und Steve Bene verabschiedet. Jörg Voß, Vorsitzender des OSV, hofft auf eine große Kulisse am Sportplatz an der Erlbacher Straße und kündigte freien Eintritt sowie Freibier nach Spielschluss an.

Blau-Gelb Mülsen muss dagegen auf Schützenhilfe hoffen oder beim TSV Crossen hoch gewinnen. Die Hausherren können allerdings befreit aufspielen und wollen sich mit einem Dreier in die Sommerpause verabschieden. Die Oberfrohnaer haben nur noch bei Patzern der Konkurrenz eine Chance auf den Aufstieg. Sie empfangen am Sonntag die SG Schönfels, die ihr Saisonziel Klassenerhalt bereits erreicht haben.

In akuter Gefahr befindet sich der Tabellendreizehnte VfL Wildenfels. Mit 23 Punkten und einer Tordifferenz von minus 14 ist der VfL Vorletzter und hat drei Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsränge. Ein Sieg gegen den SV Planitz ist also Pflicht. "Die Jungs werden nochmals alles raushauen und wollen das rettende Ufer erreichen", betont der scheidende VfL-Coach Daniel Schneider.

Noch nicht gerettet sind neben Neukirchen (12. Platz/26 Punkte/Tordifferenz -27) der Meeraner SVII (11./26/-26) und der FSV Limbach-Oberfrohna (10./26/-11). Limbach-Oberfrohna braucht beim SV Mülsen St. Niclas mindestens einen Punkt, um im Jahr des 100-jährigen Bestehens den Klassenerhalt zu feiern. Meerane hat den Spitzenreiter Reinsdorf-Vielau zu Gast. "Wir werden ans Limit gehen und wollen den Ligaverbleib aus eigener Kraft schaffen", sagt Meeranes Trainer Jörg Maschek. Nur noch statistischen Wert hat dagegen die Partie der als Absteiger feststehenden SG Friedrichsgrün gegen den FC Sachsen Steinpleis Werdau. (mit ewer)

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