Werdau sieht das Spitzenspiel

Der Zweite der Fußball-Westsachsenliga erwartet den Dritten. Spannung verspricht der vorletzte Spieltag aber auch im Kampf gegen den Abstieg.

Zwickau.

Nach vier Siegen in Folge geht der FC Sachsen Steinpleis-Werdau am Sonntag, 15 Uhr guter Dinge ins Spitzenspiel gegen den Oberlungwitzer SV. "Wir dürfen nicht nachlassen und wollen den zweiten Platz behaupten", fordert Matthias Lange. Doch der OSV peilt den Aufstieg an und sinnt auf Revanche fürs 1:4 im Hinspiel: "Wir wollen Vizemeister werden und müssen dafür noch zweimal gewinnen. Die Mannschaft ist heiß, wir hatten eine gute Trainingsbeteiligung", sagt Trainer Sven Schmidt, der den Verein am Saisonende verlassen wird.

Der frisch gekürte Meister SpVgg Reinsdorf-Vielau, der ebenso wie Steinpleis-Werdau auf den Aufstieg verzichtet, will im Duell mit dem TSV Crossen seine Heimstärke unterstreichen. Die Crossener sind nach dem 1:4 gegen Schönfels um Wiedergutmachung bemüht. Torjäger Patrick Kubec ist nach einer Fußprellung bei den Gästen wieder dabei. Ganz entspannt können der SV Planitz und der SV Mülsen St. Niclas am Planitzer Wasserturm auflaufen. Beide Teams stehen jenseits von gut und böse, streben aber einen guten Saisonausklang an.

Über den übrigen vier Partien schwebt noch das Abstiegsgespenst. Die SG Friedrichsgrün ist beim Kellerderby in Limbach-Oberfrohna zum Siegen verdammt, wenn zumindest die theoretische Chance auf den Ligaverbleib gewahrt werden soll. Bei den Gästen kehrt Torjäger Maik Heumann nach seiner Gelbsperre zurück. Die Limbacher sind bis in die Haarspitzen motiviert und wollen zum 100-jährigen Fußball-Jubiläum in der Stadt nicht absteigen. Das schwerste Restprogramm hat die SG Traktor Neukirchen zu absolvieren, die noch gegen die Aufstiegsaspiranten TV Oberfrohna und Oberlungwitz antritt. Ein Heimsieg gegen Oberfrohna ist Pflicht, wenn man das rettende Ufer erreichen will.

Der VfL Wildenfels will beim Auswärtsspiel gegen Blau-Gelb Mülsen punkten, um nächste Woche an der heimischen Lindenallee den Klassenerhalt zu feiern. "Wir werden in den letzten beiden Spielen ans Limit gehen", sagt der Wildenfelser Johannes Gemeinhardt. Die Blau-Gelben wurden zuletzt mit der bitteren Niederlage beim Ortsnachbarn Niclas aus den Aufstiegsträumen geholt, wollen diesmal aber den Platz als Sieger verlassen. Um Punkte für den möglicherweise vorzeitigen Klassenerhalt geht es zwischen der SG Schönfels und Meerane II. "Wir möchten sehr gerne in dieser Liga bleiben, damit sich unsere jungen Spieler weiterentwickeln können", sagt der Schönfelser Trainer Benjamin Brückner. (mit mpf)

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