Westsachsenliga: Im Auftaktspiel fallen die Tore erst spät

Die Fußballer des TSV Crossen haben das erste Rückrundenspiel gegen den SV Planitz 3:0 gewonnen. In dem spannenden Duell gab erst eine rote Karte den Ausschlag.

Zwickau.

Das Duell der Tabellennachbarn versprach Spannung und bot diese auch: Im ersten Punktspiel der Fußball-Westsachsenliga in diesem Jahr unterstrich der TSV Crossen mit drei späten Toren beim SV Planitz seine Auswärtsstärke (schon 15 Punkte). Damit verbesserte sich der Landesklasse-Absteiger in der Tabelle auf den vierten Platz.

Der SV Planitz war im Westsachsenstadion über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich jedoch zwingende Torraumszenen zu erspielen. "Wir haben das richtig gut gemacht. So hatten wir uns das vorgenommen", sagte SV-Trainer Heiko Biesterfeld nach der Partie. Trotz der Feldüberlegenheit fehlte den Planitzern die nötige Coolheit vor dem Tor. "Wir haben zwar sehr gut nach vorne gespielt, aber unsere Chancen nicht konsequent genutzt. Dass das Spiel am Ende durch so eine unberechtigte rote Karte entschieden wird, ist natürlich mehr als traurig", so Biesterfeld.

Gemeint ist die 61. Spielminute: Nach einem umstrittenen Foulspiel des Planitzer Spielers Maximilian Arnold zückte Schiedsrichter Patrick Stiller die rote Karte. "Dadurch wurde unsere gesamte Ordnung aufgelöst. Das hat man gesehen. Danach ging nichts mehr bei uns", sagte Biesterfeld. Die dadurch resultierende Unterzahl der Planitzer nutzten die Gäste eiskalt aus. Philip Berkefeld (70.) und ein Doppelpack von Jörg Watzke (83./89.) manövrierten den TSV auf die Siegerstraße.

"Wir sind am Ende als verdienter Sieger vom Platz gegangen, weil wir fußballerisch die bessere Mannschaft waren. Die Planitzer haben es uns jedoch nicht leicht gemacht", sagte Co-Trainer Danny Beyse vom TSV Crossen nach dem Auftaktspiel. Die rote Karte empfand er dabei, anders als Heiko Biesterfeld, als vollkommen vertretbar.

Statistik Tore: 0:1 Berkefeld (70.), 0:2, 0:3 Watzke (83., 89.) Schiedsrichter: Stiller (Oberlungwitzer SV). Zuschauer: 70.


Einfacher Fußball bringt's

TV Oberfrohna - Oberlungwitzer SV 3:0 (2:0). Unter Flutlicht fanden die Platzherren am Sonntagabend mit dem Rücken im Wind besser ins Spiel. Resolute Zweikampfführung und einfacher Fußball führten zu einem Chancen-Plus. So ging die 2:0-Führung zur Pause auch in Ordnung. Die Oberlungwitzer bauten nach Wiederbeginn mehr Druck auf, kamen aber nur zu einer großen Chance, die A-Jugend-Torhüter Claus in seinem ersten Männerspiel vereitelte (70.). Kurz darauf machte Neuzugang Schultze mit seinem zweiten Tor alles klar. (tyg)


Punkteteilung in Werdau

FC Sachsen Steinpleis Werdau - SV Mülsen St. Niclas 2:2 (1:1). Nach einem zerfahrenen Spiel mit vielen Spielunterbrechungen reichte es für den Tabellenzweiten aus Werdau nur für ein Unentschieden gegen präsentere Mülsener (8. Platz). Aus dem Spiel heraus ergaben sich wenige Chancen. So mussten Standardsituationen für die Tore sorgen. In der 76. Minute hatte Werdau zwar die Führung auf dem Fuß, vergab die Chance jedoch. Insgesamt geht das 2:2 für beide Mannschaften in Ordnung. ( erbe)

: 71


Keine Tore in Neukirchen

Traktor Neukirchen - SG Friedrichsgrün 0:0. Im Duell Zehnter gegen Elfter hatten die Gäste in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile. Neukirchen wirkte nervös und konnte die Vorgaben des Trainer-Duos Schmidt/ Popp nicht umsetzen. Nach der Pause spielten die Gastgeber zwar besser, strahlten jedoch zu wenig Torgefahr aus. In den letzten zehn Minuten erhöhte Traktor den Druck, provozierte so aber auch Friedrichsgrüner Konter. In der Schlussminute musste Neukirchen bei einem Gäste-Freistoß von der Strafraumgrenze zittern, doch Torwart Elbe parierte. (rwa)


Vorentscheidung per Elfmeter

Meeraner SV II - Blau-Gelb Mülsen 0:4 (0:1). Die frühe Führung der Gäste habe das Spiel noch nicht in falsche Bahnen gelenkt, so MSV-Trainer Jörg Maschek. "Das war mehr der umstrittene Elfmeter zum 0:2." Sein Verteidiger habe zwar Ball und Gegner berührt, "aber der Kopf war sehr weit unten wo er nichts zu suchen hat". Nach einer Verletzung von Eric-Enzo Maschek musste Meerane die letzten 20 Minuten in Unterzahl spielen. "Die Niederlage ist dann zu hoch ausgefallen", so der Trainer. (ewer)


Spitzenreiter tut sich schwer

SpVgg Reinsdorf-Vielau - SG 48 Schönfels 4:2 (1:0). Das Spiel auf dem Kunstrasenplatz von Motor Zwickau Süd blieb lange spannend. Zwar brachte Lange die SpVgg Mitte der ersten Halbzeit in Führung, doch der Vorletzte Schönfels glich kurz nach der Pause durch Klötzer aus. Auch die erneute Reinsdorfer Führung durch den eingewechselten Domke konnten die Gäste durch Amine egalisieren. Erst Meiers Tor brachte den Spitzenreiter auf die Siegerstraße. Den Endstand setzte Neuzugang Otto. (etse)

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Fehlstart für den VfL

FSV Limbach-Oberfrohna- VfL Wildenfels 3:0 (1:0). Beide Mannschaften waren in dem teils ruppigen Spiel zunächst sehr auf ihre Defensivarbeit bedacht. Dennoch ging es mit einer glücklichen 1:0-Führung der Limbacher in die Pause. In Hälfte zwei investierten die Wildenfelser mehr, erarbeiteten sich jedoch kaum Torchancen. Im Gegenteil: Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung erzielte der Limbacher Tim Stradel das 2:0 für die Gastgeber. Daraufhin fiel der VfL auseinander und kassierte in der Endphase sogar noch das 0:3. (hpat)

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