Westsachsenliga: Oberlungwitz steigt auf - Mülsen ohne Druck

Auf drei Plätzen hieß es am Sonntag Bangen und Hoffen um den Aufstieg in die Fußball-Landesklasse. Ein Überblick über das Geschehen.

Oberlungwitz.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der Fußball-Westsachsenliga war klar: Da Reinsdorf-Vielau (1. Platz) und Steinpleis Werdau (2.) weiter in der Klasse bleiben wollen, ging der Oberlungwitzer SV (43 Punkte/Tordifferenz + 19) als Favorit ins Rennen um Aufstiegsrang 3, dicht gefolgt vom SV Blau-Gelb Mülsen (43/+17). Der TV Oberfrohna (41/+13) mischte auch noch mit.

Die erste Hälfte: In Oberlungwitz ging es hin und her. Die Hausherren waren gegen Abstiegskandidat Neukirchen von Beginn an gewillt, den Aufstieg perfekt zu machen. Nach der Führung durch Christian Hallbauer war der Jubel zunächst groß, doch fast im Gegenzug stand es dank René Lammel wieder unentschieden. In der 17. Minute traf Stürmer Stefan Rücker, der mit 19 Treffern Torschützenkönig wurde, zum 2:1, doch Nico Grützki glich wieder aus (32.). Im Parallelspiel sahen die Zuschauer beim Gastspiel der Mülsener in Crossen eine erste Halbzeit ohne zwingende Torchancen. 0:0 ging es in die Kabinen. Ein Tor der Blau-Gelben hätte sie zu diesem Zeitpunkt nach oben gespült. Zur Sache ging es beim TV Oberfrohna, der gegen Schönfels 3:0 führte.

Die zweite Hälfte: Wirklich Druck baute Blau-Gelb nicht mehr auf. Stattdessen liefen sie selbst einen Rückstand hinterher. Der OSV zeigte, wer Herr im Haus ist. Die Offensive kam besser in Schwung. Erik Wüstner (51.) und Andreas Rottluff (67.) stellten die Weichen auf Sieg, Michael Weiß traf zum 5:2. Mülsen holte nur ein 1:1, während der 4:2-Erfolg der Oberfrohnaer durch den OSV-Sieg keine Rolle mehr spielte.

Das Ende: Zweifacher Jubel in Oberlungwitz. Der OSV feierte den Aufstieg mit Sektduschen, die Gäste-Fans sangen "Ohne Traktor, wär hier gar nichts los". Da Wildenfels nicht gewann, war Neukirchen gerettet. Bei Mülsen hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: "Wir können mit dem Nicht-Aufstieg gut leben", so Mülsen-Trainer Sven Fritzsche.

Oberlungwitzer SV - Traktor Neukirchen 5:2 (2:2). Tore: 1:0 Hallbauer (5.), 1:1 Lammel (10.), 2:1 Rücker (17.), 2:2 Grützki (32.), 3:2 Wüstner (51.), 4:2 Rottluff (67.), 5:2 Weiss (84.) SR: Kühn (Glauchau/N.). Zu.: 187; TSV Crossen - SV Blau-Gelb Mülsen 1:1 (0:0). Tore: 1:0 Kubec (60.), 1:1 Gust (79.). SR: Grohs (Hohenstein-E.). Zu.: 100; TV Oberfrohna - SG Schönfels 4:2 (3:0). Tore: 1:0 Kunze (30.), 2:0, 3:0 Schultze (34., 44.), 4:0 Kunze (72.), 4:1 Bößneck (75.), 4:2 Langnickel (87.); SR: Haubner (Meerane). Zu.: 150


Wildenfels steigt ab

VfL Wildenfels - SV Planitz 2:2 (1:1). Dem VfL ist es nicht gelungen, den Abstieg abzuwenden. Als Vorletzter wäre ein Sieg nötig gewesen, um Traktor Neukirchen zu überholen. Der VfL war das überlegenere Team, schaffte es jedoch nicht, in Führung zu gehen. In der Schlussphase sah VfL-Spieler Gemeinhardt nach einer vermeintlichen Tätlichkeit die Rote Karte. Kurz vor Schluss hätte es einen Elfmeter für Wildenfels geben können, den Schiedsrichter Döhler jedoch nicht pfiff. Durch das Unentschieden steht der VfL als Absteiger fest. (erbe)


St. Niclas verliert Heimspiel

SV Mülsen St. Niclas - FSV Limbach-Oberfrohna 1:3 (0:3). Der FSV ging als verdienter Sieger am Waldblick in Mülsen St. Niclas vom Platz. Vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Randchemnitzer eine läuferisch starke Leistung. Folgerichtig die 3:0 Führung nach 38 Minuten. Die Gastgeber hatten in Hälfte 1 nicht viel entgegenzusetzen. Auch nach der Pause war Limbach-Oberfrohna weiter überlegen. Mülsen-Torwart Nürnberger verhinderte mehrfach einen größeren Rückstand. Hofmann erzielte in der 86. Minute den Ehrentreffer. (ube)


Werdau feiert Schützenfest

SG Friedrichsgrün - FC Sachsen Steinpleis Werdau 0:5 (0:3): Trotz des schon feststehenden Abstiegs in die Kreisliga herrschte nach dem Spiel trübe Stimmung bei den Hausherren. Die SG Friedrichsgrün bestätigte im Spiel um die Goldene Ananas die schlechte Saisonleistung und verabschiedete sich mit einer 0:5-Niederlage aus der Westsachsenliga. "Es hätte noch deutlicher ausfallen können. Das haben auch wir so nicht erwartet. Insgesamt war es auch in der Höhe hoch verdient", sagte Gäste-Trainer Matthias Lange. (pme)

Tore: 0:1, 0:2 Krebs (17., 41.), 0:3 Dörner (44.), 0:4 Frühauf (78.), 0:5 Tittel (90.). Schiedsrichter: Schneider (Zschopau). Zuschauer: 55


Kein Zittern in Meerane

Meeraner SV II - Spvgg Reinsdorf-Vielau 3:1 (3:0). Die Gastgeber sicherten sich in dem vorgezogenen Spiel - es wurde 2,5 Stunden eher angepfiffen als die restlichen Partien - den Klassenerhalt. "Wir haben uns sehr gut verkauft, vor allem in der ersten Hälfte", sagte MSV-Trainer Jörg Maschek nach dem Sieg über den Meister. Auch nach dem Gegentor spielte Meerane souverän weiter - und konnte so direkt jubeln, statt zitternd auf die anderen Plätze zu schauen. "Ich bin stolz auf mein Team und freue mich auf ein weiteres Jahr Kreisoberliga", so Maschek. (ewer)

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