Westsachsenliga: Reinsdorf punktet im Topspiel glücklich

Der Tabellenführer hat in der Fußball-Kreisoberliga beim FSV Limbach-Oberfrohna mit 1:0 gewonnen. Über das entscheidende Tor wurde im Anschluss viel diskutiert.

Limbach-Oberfrohna.

Dass die Serie von sechs Siegen in Folge irgendwann einmal enden würde, war Trainer David Klenner vom FSV Limbach-Oberfrohna klar. "Dass am Ende aber so ein Tor die Partie entscheidet, ist natürlich ein wenig ärgerlich", sagte Klenner nach dem 0:1 gegen die SpVgg Reinsdorf-Vielau. Gemeint ist das Siegtor von Reinsdorf-Stürmer Carsten Pfoh aus der 60 Minute, bei dem Pfoh mit FSV-Torwart Henri Kempf im Fünfmeterraum zusammenprallte, ehe er per Kopf einnickte. "Wenn der Schiri gepfiffen hätte, hätte ich mich wahrscheinlich auch nicht beschwert", gestand SpVgg-Trainer Andre Göbel.

Das Spiel Tabellenvierter gegen Tabellenerster war von Anfang an ein Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften agierten taktisch klug, ohne jedoch für große Torgefahr zu sorgen. Bis zur Pause konnten beide Mannschaften lediglich zwei halbwegs gute Tormöglichkeiten verbuchen. In der zweiten Hälfte war es dann der erfahrene Pfoh, der einmal mehr den Unterschied ausmachte. Nach zehn Spielen hat Pfoh bereits 14 Tore auf dem Konto.

Nach dem Treffer hatten die Platzherren noch die Möglichkeit, per Freistoß den Ausgleich zu erzielen, doch die Kugel wurde von SpVgg-Torwart Tobias Schmalfuß fachmännisch entschärft. "Ich bin zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Wenn man bedenkt, dass wir derzeit einen sehr dünn besetzten Kader haben, haben wir heute, besonders in der Defensive, sehr gut gestanden", sagte Andre Göbel. Und auch David Klenner fand nach Spielschluss lobende Worte für sein Team: "Ich kann meiner Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen. Die Jungs haben gut gespielt und toll gekämpft."

Die Reinsdorfer führen jetzt mit fünf Punkten Vorsprung die Tabelle an. Der FSV bleibt - aufgrund eines Patzers von Planitz in Waldenburg - auf dem vierten Platz.

Tore: 0:1 Pfoh (60.). Schiedsrichter: Schmidt (Hirschfeld). Zuschauer: 100.


Niclas gewinnt Kellerduell

SV Mülsen St. Niclas - Meeraner SV II 2:1 (0:1). Die Zuschauer sahen im Niclaser Waldblick Abstiegskampf pur. Die Meeraner schlugen spielerisch die feinere Klinge und gingen durch eine prima Einzelaktion von Pohle 1:0 in der ersten Halbzeit in Führung. Die Gastgeber steigerten sich nach der Pause kämpferisch und gingen deshalb verdient als Sieger vom Platz. Erst verwertete Hüttelmayer eine Eingabe von Kunz per Kopf zum Ausgleich. Dann verwandelte Krämer einen an Kunz verwirkten Foulstrafstoß zum 2:1-Endstand. (ube)


Neukirchen stoppt Talfahrt

Traktor Neukirchen - Blau-Gelb Mülsen 4:0 (1:0). Den ersten Sieg nach zuvor sechs Niederlagen am Stück hatte Neukirchen vor allem Philip Badewitz zu verdanken, der sich mit einem lupenreinen Hattrick nach der Pause als Mann des Tages erwies. Die Zuschauer sahen ein kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste bessere spielerische Ansätze zeigten und auch ihre Chancen hatten. Doch Neukirchen ging früh in Führung und belohnte sich letztlich mit dem Dreier für eine deutliche Steigerung gegenüber den Spielen der Vorwochen. (rwa)


Oberfrohna dreht das Spiel

TV Oberfrohna - TSV Crossen 2:1 (0:1). Mit dem Sieg im direkten Duell schob sich Oberfrohna in der Tabelle bis auf zwei Zählen an Crossen heran. Die Gäste waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und lagen verdient vorn, da der TV einige Wünsche offen ließ. Nach dem Seitenwechsel zeigten die Platzherren aber eine Reaktion und hatten deutlich mehr vom Spiel, während Crossen nur noch selten vors Tor kam. "Ich denke, mit der Steigerung nach der Pause haben wir uns den Sieg verdient", sagte TV-Trainer Sven Schmidt. (tyg)


Steinpleis-Werdau obenauf

SG Schönfels - FC Sachsen Steinpleis-Werdau 0:1 (0:1). In einer chancen- und höhepunktarmen ersten Halbzeit spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. "Beide Mannschaften haben sich neutralisiert", sagt SG-Trainer Tom Muschter. Erst ein strittiger Handelfmeter brachte das 1:0 für die Gäste. In der zweiten Hälfte erspielte sich Steinpleis die besseren Chancen, verpassten es jedoch, den Deckel drauf zu machen. "Über 90 Minuten war Steinpleis die bessere Mannschaft. Das Ergebnis geht so in Ordnung", muss Muschter zugeben. (pme)


Heimsieg in Waldenburg

SV Waldenburg - SV Planitz 2:1 (0:1). Die Freude über den dritten Saisonsieg war bei den Platzherren groß. "Es war eigentlich ein typisches Unentschieden-Spiel, in dem wir am Ende das Glück hatten, als Sieger vom Platz zu gehen", sagte der Waldenburger Trainer René Estler. Er berichtete von einem chancenarmen Spiel, in dem die Gäste fast aus dem Nichts in Führung gegangen waren. Nach dem Seitenwechsel hatte Waldenburg etwas mehr Feldanteile und kam so auch zum Ausgleich. Danach sah es lange nach einem 1:1 aus ... (tyg)


Effektivität setzt sich durch

VfB Empor Glauchau II - Motor Thurm 1:2 (1:0). Im Duell der Aufsteiger gab die größere Effektivität am Ende den Ausschlag für die Gäste. "Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit eigentlich schon entschieden haben müssen, aber dafür war unsere Chancenverwertung zu schlecht", sagt der Glauchauer Trainer Sven Sternitzky. Das Spiel kippte, als die Platzherren mit einer unglücklichen Aktion den Ausgleich für Thurm einleiteten. Kurz darauf machte Friedrich den zweiten Saisonsieg in Folge für seine Farben perfekt. (tyg)

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