Westsachsenliga: Thurm gewinnt Kellerduell in Schönfels

Nach dem 4. Spieltag in der Fußball-Kreisoberliga steht Schönfels weiter mit null Punkten da. Gegen Thurm fiel die Entscheidung erst kurz vor Schluss.

Schönfels.

Das Team, das am Sonntag für die SG Schönfels auf dem Platz stand, dürfte so fast einmalig sein. Gleich neun Spieler aus dem Westsachsenligakader fehlten Trainer Tom Muschter verletzungsbedingt. Reaktiviert wurden daher unter anderem zwei Akteure, die die Fußballschuhe nach der vergangenen Saison schon an den Nagel gehängt hatten. Am Ende half aber auch diese Unterstützung nichts und Schönfels verlor das Kellerduell gegen die bis dahin ebenfalls noch punktlose SG Motor Thurm 2:3 (1:1). "Die drei Punkte waren auf jeden Fall greifbar. Wir haben zwar mit viel Leidenschaft gespielt, aber hatten am Ende zu wenig Torchancen", sagt Muschter nach der Partie.

In der ersten Halbzeit hatten beide Teams gleich zu Beginn einige Gelegenheiten, wobei die Gäste aus Thurm zunächst etwas mehr vom Spiel hatten. Fast aus dem Nichts traf in der 21. Minute auf der Gegenseite Johann Rosin zur Führung für die Gastgeber. Nur wenige Minuten später setzte sich erst Nils Kroll im Laufduell mit seinem Gegenspieler durch und flankte dann auf Rudi Leupold, der sicher zum Ausgleich verwandelte. Die Führung für die Gäste fiel kurz nach Wiederanpfiff durch Willi Papsdorf. Thurm war jetzt die spielbestimmende Mannschaft. In der 65. Minute zeigte Schiedsrichter Paul Werner nach einem Zweikampf im Thurmer Strafraum auf den Elfmeterpunkt. Kapitän Philipp Langnickel trat an, seinen Schuss konnte Gästetorhüter Marko Bandiko noch abwehren. Der Nachschuss von Philip Schott aber saß. Schönfels fand nun besser ins Spiel und hatte auch Glück, als die Gäste einen 2:1-Konter nicht erfolgreich abschließen konnten. Als schon alles nach einem Unentschieden aussah, traf Rudi Leupold zum 3:2. "Wir sind jetzt endlich in der Liga angekommen. Schönfels war auch dicht dran am Sieg, letztlich hatten wir mehr Glück", so der Thurmer Co-Trainer Felix Lietz.

Tore: 1:0 Rosin (21.), 1:1 Leupold (27.), 1:2 Papsdorf (48.), 2:2 Schott (65./FE), 2:3 Leupold (86.), Schiedsrichter: Werner (Glauchau), Zuschauer: 67.


Druckphase kommt zu spät

SV Blau-Gelb Mülsen - SG Traktor Neukirchen 2:0 (1:0). Die Mülsener hätten schon in der ersten Halbzeit den Sack zumachen können. Doch die Gastgeber ließen einige Chancen ungenutzt. Gleich nach Wiederanpfiff sorgte Thümmler für das 2:0. Erst gegen Ende schafften es die Gäste, Mülsen unter Druck zu setzen. "Wir sind da schon noch mal ins Schwimmen gekommen, der Sieg war am Ende aber auf alle Fälle verdient", sagt SV-Trainer Sven Fritzsch, dessen Team mit dem Erfolg auf Tabellenplatz 4 kletterte. (aheb)

Tore: 1:0 Liebig (8.), 2:0 Thümmler (49.), Schiedsrichter: Ewtuschenko (Chemnitz), Zuschauer: 47.


Die Null steht

TSV Crossen - TV Oberfrohna 0:0. Zuerst die gute Nachricht für den TSV Crossen: Das Team bleibt in dieser Saison ohne Gegentor. Schlecht aus Gastgebersicht war hingegen, dass es gegen Oberfrohna nur zum Remis reichte. "Ich mache meinen Jungs deswegen keinen Vorwurf, sie haben alles versucht", betonte Trainer Ronny Ach. In einem guten Kreisoberligaspiel sei seine Mannschaft die etwas bessere gewesen. "Wir waren dem Sieg näher, haben aber das Tor nicht getroffen - in der ersten Hälfte auch das leere Gehäuse nicht", bedauerte der Crossener Trainer. (ms)

Tore: keine. Schiedsrichter: Schupke (Meerane), Zuschauer: 65.


Verletzung überschattet Spiel

VfB Empor Glauchau II - Meeraner SV II 2:1 (1:0). Eigentlich hätte sich Sven Sternitzky als Trainer des VfB Empor II freuen müssen: Seine Schützlinge hatten gerade hart erkämpfte drei Punkte eingefahren. Doch die Gedanken waren bei seinem erst 20-jährigen Spieler Aaron Schöber. "Er hat sich nach einer Viertelstunde das Knie verdreht. Wir mussten den Rettungswagen holen. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht", berichtete Sternitzky. Unter diesen Umständen trete das Resultat völlig in den Hintergrund. (ms)

Tore: 1:0 Illgen (38.), 2:0 Strauß (59.), 2:1 Kloß (75./FE). Schiedsrichter: Grohs (Hohenstein-Ernstthal). Zuschauer: 75.


Fehlerquote zu hoch

FSV Limbach-Oberfrohna - SV Waldenburg 2:3 (1:0). Das war eine kalte Dusche für den FSV, der bis zum Pausenpfiff fast alles im Griff hatte. "Wir hätten konzentriert weiterspielen müssen. Stattdessen sind wir durch individuelle Fehler ins Hintertreffen geraten", resümierte Trainer David Klenner. Seine Mannschaft habe den Gegner stark gemacht. "Und das tut weh", gestand Klenner. Er fügte hinzu: "Nächstes Wochenende spielen wir im Pokal in Waldenburg. Dann wollen wir uns revanchieren." (ms)

Tore: 1:0 Mesan (21.), 1:1 Gumboldt (56.), 1:2 Zehmisch (57.), 1:3 Hennig (71.), 2:3 Mehmedovic (83.). Schiedsrichter: Beyer (Rochlitz), Zuschauer: 49.


Pfosten im Weg

FC Sachsen 90 Werdau - SV Mülsen St. Niclas 2:3 (1:1). Der bisherige Tabellenführer Werdau musste gegen Mülsen St. Niclas die erste Niederlage der Saison einstecken. "Wir haben gegen einen guten Gegner zu viele individuelle Fehler gemacht und hatten auch ein bisschen Pech. Unsere Chance zum 3:2 ging leider nur an den Innenpfosten", so Werdaus Trainer Marco Waldenburger. Pech habe sein Team bei einer eigentlich klaren Roten Karte für den Gegner gehabt. Der Schiedsrichter sah das anders. (aheb)

Tore: 0:1 Viertel (14.), 1:1 Wüstenhagen (24.), 1:2 Kutsche (57.), 2:2 Tittel (64.), 2:3 Viertel (80.), Schiedsrichter: Schmidt (Hirschfeld), Zuschauer: 268.


Glücklicher Punktgewinn

SV Muldental Wilkau-Haßlau - SV Planitz 0:0 (0:0). Mit dem Unentschieden war Wilkau-Haßlau zufrieden. In der ersten Halbzeit hatte Planitz einige Chancen, doch die Führung fiel nicht. "Wir sind nach der Pause zwar besser ins Spiel gekommen, am Ende war es aber ein glücklicher Punktgewinn. Wir können mit dem Ergebnis denke ich besser leben als Planitz", sagte der Wilkau-Haßlauer Trainer Marcus Weichert. Bei einem möglichen Treffer seines Teams wurde auf Abseits entschieden, auf der Gegenseite gab es Freistoß an der Strafraumgrenze statt Elfmeter. (aheb)

Tore: keine, Schiedsrichter: Stübner (Zwickau), Zuschauer: 49.

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